Berlin, 23.07.2020
Sascha Pohl und Peter Carstensen, der noch ziemlich frischgebackene Inhaber der Tischlerei Carstensen und sein ehemaliger Chef und Vorbesitzer des Betriebs, strahlen Zufriedenheit aus. Die im Frühjahr 2020 abgeschlossene Betriebsübergabe, in vielen KMU ein ernstes Problem, ist in der Traditions-Tischlerei am Kaiserdamm in Berlin-Charlottenburg ein Thema, über das mit großer Offenheit berichtet wird. Den beiden Vollblut-Handwerksmeistern liegt daran, ihre positiven Erfahrungen weiterzugeben und auf vermeidbare Fehler hinzuweisen.
Wichtigster Erfolgsfaktor: Zeit
Ganz wichtig: Peter Carstensen und Sascha Pohl gingen das Projekt Betriebsübergabe nicht überstürzt an, wie es leider immer wieder vorkommt, sondern planten rund fünf Jahre für die Abwicklung ein. Schließlich musste der künftige Chef erst noch seine Meisterprüfung ablegen - auf der Abendschule wohlgemerkt, begleitend zum Vollzeit-Job.
Klar war auch, dass Sascha Pohl auf die neue Rolle vorbereitet werden musste. Während es allzu oft vorkommt, dass der Senior-Chef nicht loslassen kann, übertrug Peter Carstensen seinem langjährigen Gesellen geradezu vorbildlich zunehmend mehr Verantwortung. Immer öfter ließ er ihm freie Hand, bezog ihn in unternehmerische Entscheidungen mit ein und übertrug ihm Führungsaufgaben, verbunden mit Personalverantwortung. Letzteres war besonders wichtig, denn klar war, dass Sascha Pohl mit der Übernahme der Firma Chef von langjährigen Kollegen werden würde, die älter sind als er selbst. Eine Tatsache, die zur großen Erleichterung des heute 33-Jährigen nie zum Problem wurde. Geradezu warmherzig und mit großer Anerkennung für die Leistung seiner gesamten Firmen-Crew berichtet Sascha Pohl denn auch von dem guten Betriebsklima.
Bestnoten für die Handwerkskammer in Sachen Beratung
Überhaupt erwies sich der gesamte Komplex Betriebsübergabe insgesamt als weitaus unkomplizierter als befürchtet. Großen Anteil daran hatte die hervorragende Betreuung durch die Handwerkskammer. Sascha Pohl stand die gesamten fünf Jahre hindurch eine Beraterin zur Seite, die immer ansprechbar war. Ob in der wichtigen Frage der Betriebsbewertung, der Überschreibung bzw. Verlängerung des Mietvertrags oder auch des Eintrags in die Meisterrolle - in allen Belangen erhielt er kundigen Rat.
Als schwierig, nervenaufreibend und letztlich teuer erwies sich hingegen die Beschaffung eines Kredits. Einer Empfehlung aus seinem Meisterkurs folgend, wandte er sich an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein Fehler, wie sich bald zeigen sollte, denn weder gab es erhoffte Förderungen, noch gute Beratung. Die über die KfW vermittelte Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin und die Bürgschaftsbank erwies sich als ebenso schwierig. Schlechter Service, keine Ansprechpartner, ein Papierkrieg. Das Ganze wurde zur Tortur.
Der bessere Weg, so der Tipp der beiden Tischlermeister: Die Hausbank aufsuchen, deren Angebot vergleichen und den Service nutzen, der dort zur Verfügung steht. Sein Glück sei gewesen, so Sascha Pohl rückblickend und mit Dankbarkeit, dass die Frau seines Chefs, Bettina Carstensen, vor ihrer Tätigkeit in der Tischlerei im Bankwesen gearbeitet hatte und ihm oft wertvolle Ratschläge geben konnte. Es sind nicht zuletzt dieses Vertrauen und die enge Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die Betriebsübergabe zu einem guten, für alle Beteiligten erfreulichen Ende zu führen.
Leidenschaft und Professionalität
Die Entscheidung von Peter Carstensen, früher als geplant sein Arbeitspensum verringern und die Übergabe angehen zu wollen, wurde für Sascha Pohl zu einer Herausforderung, die er mit viel Elan und Leidenschaft für den Beruf anging. Im November 2019 hatte er den Meisterbrief in der Tasche und sah sich gut gerüstet für den großen Schritt in die Selbständigkeit. Zwei ganze Jahre früher als gedacht wurde er im Januar 2020 Nachfolger seines langjährigen Chefs und einstigen Lehrherrn.
Zuversicht und Tatkraft verließen Sascha Pohl auch dann nicht, als kurze Zeit später die Corona-Pandemie die weitgehende Stilllegung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens zur Folge hatte. Sascha Pohl und seine inzwischen 16 Mitarbeitenden setzten auf Ihre Professionalität, ihre erprobte Kundenkommunikation - und können deshalb trotz leichter Einbußen und mit viel neuer Erfahrung zum Thema Krisenmanagement hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Sollten Sie weitergehende Fragen zum Thema Betriebsübergabe haben und Experten-Rat suchen, wenden Sie sich bitte an die IMW-Bundesgeschäftsstelle unter 030-240 47 87 10. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Wichtigster Erfolgsfaktor: Zeit
Ganz wichtig: Peter Carstensen und Sascha Pohl gingen das Projekt Betriebsübergabe nicht überstürzt an, wie es leider immer wieder vorkommt, sondern planten rund fünf Jahre für die Abwicklung ein. Schließlich musste der künftige Chef erst noch seine Meisterprüfung ablegen - auf der Abendschule wohlgemerkt, begleitend zum Vollzeit-Job.
Klar war auch, dass Sascha Pohl auf die neue Rolle vorbereitet werden musste. Während es allzu oft vorkommt, dass der Senior-Chef nicht loslassen kann, übertrug Peter Carstensen seinem langjährigen Gesellen geradezu vorbildlich zunehmend mehr Verantwortung. Immer öfter ließ er ihm freie Hand, bezog ihn in unternehmerische Entscheidungen mit ein und übertrug ihm Führungsaufgaben, verbunden mit Personalverantwortung. Letzteres war besonders wichtig, denn klar war, dass Sascha Pohl mit der Übernahme der Firma Chef von langjährigen Kollegen werden würde, die älter sind als er selbst. Eine Tatsache, die zur großen Erleichterung des heute 33-Jährigen nie zum Problem wurde. Geradezu warmherzig und mit großer Anerkennung für die Leistung seiner gesamten Firmen-Crew berichtet Sascha Pohl denn auch von dem guten Betriebsklima.
Bestnoten für die Handwerkskammer in Sachen Beratung
Überhaupt erwies sich der gesamte Komplex Betriebsübergabe insgesamt als weitaus unkomplizierter als befürchtet. Großen Anteil daran hatte die hervorragende Betreuung durch die Handwerkskammer. Sascha Pohl stand die gesamten fünf Jahre hindurch eine Beraterin zur Seite, die immer ansprechbar war. Ob in der wichtigen Frage der Betriebsbewertung, der Überschreibung bzw. Verlängerung des Mietvertrags oder auch des Eintrags in die Meisterrolle - in allen Belangen erhielt er kundigen Rat.
Als schwierig, nervenaufreibend und letztlich teuer erwies sich hingegen die Beschaffung eines Kredits. Einer Empfehlung aus seinem Meisterkurs folgend, wandte er sich an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein Fehler, wie sich bald zeigen sollte, denn weder gab es erhoffte Förderungen, noch gute Beratung. Die über die KfW vermittelte Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin und die Bürgschaftsbank erwies sich als ebenso schwierig. Schlechter Service, keine Ansprechpartner, ein Papierkrieg. Das Ganze wurde zur Tortur.
Der bessere Weg, so der Tipp der beiden Tischlermeister: Die Hausbank aufsuchen, deren Angebot vergleichen und den Service nutzen, der dort zur Verfügung steht. Sein Glück sei gewesen, so Sascha Pohl rückblickend und mit Dankbarkeit, dass die Frau seines Chefs, Bettina Carstensen, vor ihrer Tätigkeit in der Tischlerei im Bankwesen gearbeitet hatte und ihm oft wertvolle Ratschläge geben konnte. Es sind nicht zuletzt dieses Vertrauen und die enge Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die Betriebsübergabe zu einem guten, für alle Beteiligten erfreulichen Ende zu führen.
Leidenschaft und Professionalität
Die Entscheidung von Peter Carstensen, früher als geplant sein Arbeitspensum verringern und die Übergabe angehen zu wollen, wurde für Sascha Pohl zu einer Herausforderung, die er mit viel Elan und Leidenschaft für den Beruf anging. Im November 2019 hatte er den Meisterbrief in der Tasche und sah sich gut gerüstet für den großen Schritt in die Selbständigkeit. Zwei ganze Jahre früher als gedacht wurde er im Januar 2020 Nachfolger seines langjährigen Chefs und einstigen Lehrherrn.
Zuversicht und Tatkraft verließen Sascha Pohl auch dann nicht, als kurze Zeit später die Corona-Pandemie die weitgehende Stilllegung der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens zur Folge hatte. Sascha Pohl und seine inzwischen 16 Mitarbeitenden setzten auf Ihre Professionalität, ihre erprobte Kundenkommunikation - und können deshalb trotz leichter Einbußen und mit viel neuer Erfahrung zum Thema Krisenmanagement hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
Sollten Sie weitergehende Fragen zum Thema Betriebsübergabe haben und Experten-Rat suchen, wenden Sie sich bitte an die IMW-Bundesgeschäftsstelle unter 030-240 47 87 10. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
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Nunmehr lenkt Tischlermeister Sascha Pohl die Geschicke der Berliner Traditionstischlerei Carstensen.

Zwei ganze Jahre früher als gedacht wurde Sascha Pohl im Januar 2020 Nachfolger seines langjährigen Chefs und einstigen Lehrherrn Peter Carstensen.