Halbe, 21.09.2020
IMW-Vorstand Susan Friedrich fasste ihr Anliegen gleich zu Beginn prägnant zusammen: Gemeinsam im Gespräch mit Experten und Unternehmern wolle man die "Nebelwand durchbrechen". Um die unterschiedlichen Konjunkturprognosen und die Vielzahl von wirtschaftspolitischen Einschätzungen richtig einzuordnen und einen ungefähren Ausblick zu erhalten, hat das Netzwerk Forum Mittelstand LDS in den beeindruckend renovierten Kaiserbahnhof nach Halbe im Landkreis Dahme-Spree geladen. Thema: "Kaiserwetter? - Was bringt die Konjunktur noch?". Die Veranstaltung war in kürzester Zeit ausgebucht - bester Beleg dafür, wie sehr den UnternehmerInnen der Region die Frage nach den Konjunkturaussichten unter den Nägeln brennt.
Für Information und Einordnung wurde denn auch reichlich gesorgt. Das Podium war hochkarätig besetzt. Anwesend waren Dr. Steffen Lange, CFO der SIM4u Aviation Service GmbH, Roland Scholz, Generalbevollmächtigter der S-Factoring GmbH/Mittelbrandenburgische Sparkasse, Andreas Schulz, Geschäftsführer der Spree Gerüstbau GmbH, Dr. Miloš Stefanović, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH. Einen packenden Impulsvortrag hielt Dr. Steffen Kammradt, seines Zeichens Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH. Moderiert wurde die Runde von IMW-Vorstand Susan Friedrich.
In einer so komplexen, noch nie dagewesenen Krisensituation wie der Pandemie Vorhersagen zu wagen, wäre vermessen. Und doch gelang es Steffen Kammradt in seinem Einführungsvortrag, anhand mehrerer Indikatoren ein Bild der momentanen Wirtschaftssituation zu entwerfen und durchaus Zuversicht zu verbreiten. Die schwere Wirtschaftsflaute im Zuge der Rezession könne nicht schöngeredet und die Dauer der Corona-Pandemie dürfe keinesfalls unterschätzt werden. Die Hauptstadtregion, so der Wirtschaftsförderer, stehe derzeit jedoch recht gut da. Die bevorstehende Eröffnung des Flughafens BER, die Ansiedlung des Automobilbauers Tesla und nicht zuletzt die Tatsache, dass immer mehr Firmen von Berlin nach Brandenburg wechselten, eröffne ermutigende Perspektiven für Zulieferbetriebe und damit für die Gesamtwirtschaft. Entscheidend seien, so Dr. Kammradt, eine kluge Ansiedlungspolitik und die Ausweisung von mehr Gewerbeflächen in Kombination mit umsichtiger Bestandspflege. Wirtschaftsförderung und Politik seien gemeinsam gefordert, gerade auch den kleineren und mittleren Unternehmen in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen.
Schulterschluss war denn auch das Stichwort, das den weiteren Verlauf der Veranstaltung und die intensive Diskussion mit den Podiumsteilnehmern prägte. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Folgen der Corona-Krise für verschiedene Branchen vorgetragen und drängende Fragen zu Themen wie Digitalisierung oder Liquiditätssicherung beantwortet - aber auch wichtige Hinweise gegeben. IMW-Vorstand Susan Friedrich verwies beispielsweise auf wichtige Förderinstrumente wie den von der brandenburgischen Landesregierung eingeführten Gutschein BIG-Digital und das Fachkräfteportal. Entscheidend sei, so Frau Friedrich, dass Unternehmen aktiv die bestehenden Fördermöglichkeiten ausschöpften. Hier gebe es noch einigen Nachholbedarf, gerade auch mit Blick auf die Digitalisierung.
Die Bilanz der Veranstaltung: Verhaltener Optimismus. Mit dem nötigen Maß an Solidarität halte er es für sehr wahrscheinlich, dass insbesondere die KMU „smart aus der Krise“, so Dr. Steffen Kammradt. Eine Einschätzung, die Susan Friedrich aus ihren vielen Gesprächen mit IMW-Mitgliedsunternehmen teilte. Wir müssen Zuversicht bewahren, so Frau Friedrich, und Schritt für Schritt die anstehenden Herausforderungen angehen. Die staatlichen Konjunkturhilfen seien eine große Hilfe, die hoffentlich dazu beitrage, den Tiefpunkt des Wirtschaftseinbruchs zu überbrücken. Jedoch braucht es nach wie vor Unternehmertum!
Noch ist offen, ob die für November geplante Veranstaltung des Forum Mittelstand LDS wird stattfinden können. Ein Umstand, der von den Teilnehmenden allseits bedauert wurde. Der persönliche Austausch, so die allgemeine Feststellung, sei einfach nicht durch Online-Treffen zu ersetzen. Von dem herrlichen Ambiente im Kaiserbahnhof ganz zu schweigen. Frau Friedrich unterstrich, auch in dieser Hinsicht optimistisch nach vorne zu schauen. Die IMW sei Netzwerk-Expertin, entsprechend würde vom gesamten IMW-Team alles unternommen, um den Austausch unter den Mitgliedsunternehmen auch unter Corona-Bedingungen aufrecht zu erhalten. In jedem Falle stünde die IMW mehr denn je in dieser heiklen wirtschaftlichen Situation als kompetente Ansprechpartnerin bei Problemen im unternehmerischen Alltag zur Verfügung.
Sie haben weitere Fragen zu dieser Veranstaltung oder den dort vertretenen Unternehmen und Institutionen? Bitte einfach anrufen in der IMW-Geschäftsstelle unter: 030-240 47 87 10
Für Information und Einordnung wurde denn auch reichlich gesorgt. Das Podium war hochkarätig besetzt. Anwesend waren Dr. Steffen Lange, CFO der SIM4u Aviation Service GmbH, Roland Scholz, Generalbevollmächtigter der S-Factoring GmbH/Mittelbrandenburgische Sparkasse, Andreas Schulz, Geschäftsführer der Spree Gerüstbau GmbH, Dr. Miloš Stefanović, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH. Einen packenden Impulsvortrag hielt Dr. Steffen Kammradt, seines Zeichens Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH. Moderiert wurde die Runde von IMW-Vorstand Susan Friedrich.
In einer so komplexen, noch nie dagewesenen Krisensituation wie der Pandemie Vorhersagen zu wagen, wäre vermessen. Und doch gelang es Steffen Kammradt in seinem Einführungsvortrag, anhand mehrerer Indikatoren ein Bild der momentanen Wirtschaftssituation zu entwerfen und durchaus Zuversicht zu verbreiten. Die schwere Wirtschaftsflaute im Zuge der Rezession könne nicht schöngeredet und die Dauer der Corona-Pandemie dürfe keinesfalls unterschätzt werden. Die Hauptstadtregion, so der Wirtschaftsförderer, stehe derzeit jedoch recht gut da. Die bevorstehende Eröffnung des Flughafens BER, die Ansiedlung des Automobilbauers Tesla und nicht zuletzt die Tatsache, dass immer mehr Firmen von Berlin nach Brandenburg wechselten, eröffne ermutigende Perspektiven für Zulieferbetriebe und damit für die Gesamtwirtschaft. Entscheidend seien, so Dr. Kammradt, eine kluge Ansiedlungspolitik und die Ausweisung von mehr Gewerbeflächen in Kombination mit umsichtiger Bestandspflege. Wirtschaftsförderung und Politik seien gemeinsam gefordert, gerade auch den kleineren und mittleren Unternehmen in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen.
Schulterschluss war denn auch das Stichwort, das den weiteren Verlauf der Veranstaltung und die intensive Diskussion mit den Podiumsteilnehmern prägte. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, Folgen der Corona-Krise für verschiedene Branchen vorgetragen und drängende Fragen zu Themen wie Digitalisierung oder Liquiditätssicherung beantwortet - aber auch wichtige Hinweise gegeben. IMW-Vorstand Susan Friedrich verwies beispielsweise auf wichtige Förderinstrumente wie den von der brandenburgischen Landesregierung eingeführten Gutschein BIG-Digital und das Fachkräfteportal. Entscheidend sei, so Frau Friedrich, dass Unternehmen aktiv die bestehenden Fördermöglichkeiten ausschöpften. Hier gebe es noch einigen Nachholbedarf, gerade auch mit Blick auf die Digitalisierung.
Die Bilanz der Veranstaltung: Verhaltener Optimismus. Mit dem nötigen Maß an Solidarität halte er es für sehr wahrscheinlich, dass insbesondere die KMU „smart aus der Krise“, so Dr. Steffen Kammradt. Eine Einschätzung, die Susan Friedrich aus ihren vielen Gesprächen mit IMW-Mitgliedsunternehmen teilte. Wir müssen Zuversicht bewahren, so Frau Friedrich, und Schritt für Schritt die anstehenden Herausforderungen angehen. Die staatlichen Konjunkturhilfen seien eine große Hilfe, die hoffentlich dazu beitrage, den Tiefpunkt des Wirtschaftseinbruchs zu überbrücken. Jedoch braucht es nach wie vor Unternehmertum!
Noch ist offen, ob die für November geplante Veranstaltung des Forum Mittelstand LDS wird stattfinden können. Ein Umstand, der von den Teilnehmenden allseits bedauert wurde. Der persönliche Austausch, so die allgemeine Feststellung, sei einfach nicht durch Online-Treffen zu ersetzen. Von dem herrlichen Ambiente im Kaiserbahnhof ganz zu schweigen. Frau Friedrich unterstrich, auch in dieser Hinsicht optimistisch nach vorne zu schauen. Die IMW sei Netzwerk-Expertin, entsprechend würde vom gesamten IMW-Team alles unternommen, um den Austausch unter den Mitgliedsunternehmen auch unter Corona-Bedingungen aufrecht zu erhalten. In jedem Falle stünde die IMW mehr denn je in dieser heiklen wirtschaftlichen Situation als kompetente Ansprechpartnerin bei Problemen im unternehmerischen Alltag zur Verfügung.
Sie haben weitere Fragen zu dieser Veranstaltung oder den dort vertretenen Unternehmen und Institutionen? Bitte einfach anrufen in der IMW-Geschäftsstelle unter: 030-240 47 87 10
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Forum Mittelstand LDS in Halbe: (v.l.) Dr. Steffen Kammradt I Sprecher, Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH; Dr. Steffen Lange I CFO, SIM4u Aviation Service GmbH; Dr. Miloš Stefanović I Geschäftsführer, Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH; Andreas Schulz I Geschäftsführer, Spree Gerüstbau GmbH; Susan Friedrich I Vorstand, IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft ; Roland Scholz I Generalbevollmächtigter, S-Factoring GmbH (Foto: WFG/IMW)
