Einwilligung zu Cookies & Daten


Wir verwenden Cookies, um die einwandfreie Funktion der Website zu gewährleisten und unseren Datenverkehr zu analysieren. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Es freut uns, dass Sie Interesse an unseren Themen haben. Lernen Sie uns besser kennen!

5 Gründe, Mitglied zu werden

Informieren Sie sich über eine lohnenswerte IMW-Mitgliedschaft!

Mitglied werden
Berlin, 08.12.2020

Der Chef als Krisen-Coach


Die Sorgen und Nöte der MitarbeiterInnen in der Pandemie erfordern mehr Kommunikation


Der dramatische Einbruch der Wirtschaft durch die Pandemie wirkt sich beileibe nicht nur auf die nüchternen Kennziffern der Unternehmen aus. Aus ihren zahlreichen Gesprächen mit ratsuchenden UnternehmerInnen weiß Jacqueline Müller-Trunschke, Inhaberin von MyCoaching Berlin und langjähriges IMW-Mitglied, um die weitreichenden psychischen Auswirkungen der Krise: "Kurzarbeit, drohende Insolvenz, der Mangel an Planungssicherheit, all das kann auch bei den Mitarbeitenden existenzielle Sorgen auslösen. Die UnternehmerInnen sehen sich jetzt mehr denn je gefordert und sind oftmals überfordert, die teilweise dramatischen unternehmerischen Herausforderungen zu bewältigen und zugleich den Ängsten ihrer Belegschaften gerecht zu werden." 

Der Rolle als Chef gerecht werden

Auch IMW-Vorstand Susan Friedrich macht derzeit die Erfahrung, dass unter den FirmenlenkerInnen oftmals Unsicherheit herrscht, wie sie ihrer Rolle am besten gerecht werden sollen: "Das Engagement der Angestellten aufrecht erhalten und ihren Sorgen gerecht werden zu wollen, aber zugleich das eigene Unternehmen durch die schwerste Wirtschaftskrise seit Kriegsende zu navigieren, mit ungewissem Ausgang - das ist eine enorme Belastung für Firmenchefs und Firmenchefinnen." Es ist vor allem die Ungwissheit, ob und wann die Eindämmung der Pandemie gelingt, die an den Nerven der UnternehmerInnen zehrt. Und natürlich die Frage: Wird sich die Konjunktur zügig erholen? Wie also umgehen mit der Situation und wie wird man seiner verantwortungsvollen Rolle als ChefIn besorgter MitarbeiterInnen gerecht?

Die IMW hat einige Fragen gesammelt, die in den vergangenen Wochen in Gesprächen mit MitgliedsunternehmerInnen immer wieder auftauchten und der Coachin vorgelegt. "Wir wollen unseren Mitgliedern gerade jetzt mit Rat und Tat zur Seite zu stehen", betont Susan Friedrich. "Deshalb sind wir froh, dank der Expertise von Frau Müller-Trunschke professionelle Tipps geben zu können. Auch anderen IMW-Mitgliedern wird die eine oder andere Situation ganz sicher bekannt vorkommen. Gut zu wissen, dass man nicht allein ist."


Fünf Antworten vom Profi, die weiterhelfen

1. Wie gelingt es mir, mögliche Ängste der Belegschaft nicht zu übersehen?

Kurz gesagt: Beobachten, Zuhören, Fragen stellen. Was stresst Ihre/n Mitarbeiter/in? Hat der Stress möglicherweise gar nichts mit der Firma zu tun? Wichtig: Bieten Sie ein „offenes Ohr" an, nehmen Sie Anteil.


2. Welche Verhaltensweisen können ein Hinweis sein für zu hohe Belastung?

Seien Sie aufmerksam im Hinblick auf: Konzentration, Motivation, Pausen (zu viel/zu wenig), Überstunden, Stimmung, Umgang mit den Kolleginnen/Kollegen. Stellen Sie ein verändertes Verhalten fest? Was ist anders?
 
3. Was kann ich tun, um Zukunftsängste zu zerstreuen? 

Diese Sorgen sind in der momentanen Situation völlig normal. Entscheidend ist nicht, den MitarbeiterInnen die Unsicherheit ganz zu nehmen. Wichtiger ist, Souveränität im Umgang mit Zukunftsängsten zu demonstrieren. Seien Sie Vorbild, bleiben Sie authentisch und ehrlich. Vermitteln Sie die Zuversicht, Ihr Bestes zu geben, um die Krise (gemeinsam) bestmöglich zu bewältigen.

4. Wie bereite ich Mitarbeiter auf mögliche Änderungen wie Kurzarbeitergeld oder Homeoffice am besten vor?

Kaum jemandem fällt es leicht, unangenehme Nachrichten zu übermitteln. Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden so früh wie möglich über notwendige Maßnahmen. Es lässt sich nur schwer abschätzen, mit welchen privaten Problemen jede/r Einzelne gerade zu kämpfen hat und wie die Reaktion ausfällt. Zeigen Sie Verständnis und Bedauern.
Gehen Sie gemeinsam mit den Angestellten entlastende Maßnahmen und Strategien durch: Welche Unterstützungen sind möglich? Kann das Kurzarbeitergeld aufgestockt werden? Vereinbaren Sie ggf. flexiblere Arbeitszeiten oder genehmigen Sie (vorübergehend) Nebenjobs, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Müssen alle MitarbeiterInnen ins Homeoffice? Nicht jeder ist davon begeistert. Oft lässt sich das Arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus jedoch mit einfachen Mitteln attraktiver gestalten. Auch hier gilt: Fragen stellen! Was sind die größten Hürden? Was könnte helfen? Erarbeiten Sie gemeinsam mit den Betroffenen Lösungen.
  
5. Als Firmenchef bin ich selbst oft unter Druck. Wie gelingt es mir dennoch, meine MitarbeiterInnen mit kleinen Gesten „aufzufangen“? 

Müssen Ihre MitarbeiterInnen wirklich so häufig aufgefangen werden? Oder sind eher Sie selbst unsicher und übertragen dies unbewusst auf Ihre MitarbeiterInnen? Ist der Druck, den Sie sich machen, realistisch oder eher übertrieben? Wie beurteilen Sie die Situation ganz aktuell, JETZT? Was geschieht wirklich und was geschieht nur in Ihrer Vorstellung?

Manchmal ist viel weniger aktives Handeln nötig als gedacht. Zur Unterstützung und um die Motivation der Belegschaft zu verbessern, lassen sich verschiedene Angebote machen. Was ist firmenintern möglich? „Auffangen“ kann sich auch darin ausdrücken, den Zusammenhalt zu stärken. MitarbeiterInnen erwarten Respekt und Wertschätzung, sie möchten ernst genommen werden. Auch damit wird oft schon viel erreicht. 


Hier noch ein paar konkrete Tipps: 

- Gehen Sie aufmerksam und wertschätzend mit sich selbst um. 
- Gönnen Sie sich Ruhephasen - ohne schlechtes Gewissen.
- Wechseln Sie auch mal den Blickwinkel.
- Welche positiven Aspekte lassen sich der aktuellen Situation abgewinnen?
- Was läuft vielleicht schon länger schief und sollte angegangen werden?
- Wie gut sind Sie strukturiert?
- Wie lässt sich die Kommunikation in der Firma insgesamt verbessern?  


Bitte melden Sie sich in der IMW-Geschäftsstelle unter 030-240 47 87 10, sollten Sie weitergehende Fragen zum Thema Krisen-Kommunikation im Unternehmen haben. Gerne vermitteln wir den Kontakt zu unserem IMW-Mitglied Jacqueline Müller-Trunschke. 
 

Diesen Beitrag teilen über:

Die Sorgen und Nöte der MitarbeiterInnen in der Pandemie erfordern mehr Kommunikation
Hohe Arbeitsbelastung, Homeoffice ja/ nein, Mangel an Planungssicherheit, Änderungen des Geschäftsmodells, Sorgen der Belegschaft - als FirmenlenkerIn alles im Blick behalten. Wie kann das gelingen? Teilen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen und geben Sie Ihren Rat an andere IMW MitgliedsunternehmerInnen weiter.
1 BildBitte melden Sie sich in der IMW-Geschäftsstelle unter 030-240 47 87 10, sollten Sie weitergehende Fragen zum Thema Krisen-Kommunikation im Unternehmen haben. Gerne vermitteln wir den Kontakt zu unserem IMW-Mitglied Jacqueline Müller-Trunschke.
Bitte melden Sie sich in der IMW-Geschäftsstelle unter 030-240 47 87 10, sollten Sie weitergehende Fragen zum Thema Krisen-Kommunikation im Unternehmen haben. Gerne vermitteln wir den Kontakt zu unserem IMW-Mitglied Jacqueline Müller-Trunschke.

Immer gut informiert mit unserem Newsletter

Nichts verpassen und bequem alle News und Veranstaltungen per E-Mail erhalten.

Newsletter bestellen
Mit der Anmeldung zum Newsletter werden Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse mit Ihrer Einwilligung ausschließlich für Informationszwecke und Veranstaltungseinladungen genutzt, bis Sie sich vom Newsletter abmelden.

IMW Mitglieder im Portrait

Lösungen für KMU mit unternehmerischer Weitsicht

GuzTech GmbH


Lösungen für KMU mit unternehmerischer Weitsicht


Digitale Software ist ein smartes Werkzeug. Diese so einfache wie kluge Einsicht ist Teil der Erfolgsgeschichte der GuzTech GmbH. Aus Sicht ihres Gründers und Geschäftsinhabers John de Guzman wird im Zusammenhang mit dem digitalen Transformationsprozess in Unternehmen noch immer zu viel über Software und High End-Technologien gesprochen. Die seien aber gar nicht das Problem, so John de Guzman im Gespräch. Digitale Tools seien schließlich „Vereinfacher“ und „Ermöglicher“.


Wir geben Ihrem Unternehmen eine Stimme, ein Bild, einen Klang.
Veranstaltung verpasst? Schauen Sie in der Mediathek vorbei.

Wir geben Ihrem Unternehmen eine Stimme
Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.

Wer wir sind


Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.


Die Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. (IMW) hat ihren Sitz in Berlin. Wir verstehen uns als tatkräftige Unterstützerin der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland – den Säulen der deutschen Wirtschaft. Unsere Mitglieder sind engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die eins eint: verantwortungsvolles Unternehmertum. Ziel der IMW ist es, Unternehmen darin zu bestärken, ihre Zukunftsfähigkeit sicherzustellen, ihre Produktivität durch einen Zuwachs an Wissen und innovativen Ideen zu steigern und nachhaltig erfolgreich zu sein. Mit unserer branchenübergreifenden Expertise, unseren Kooperationen mit wissenschaftlichen Institutionen und Wirtschaftsakteuren wappnen wir unsere Mitglieder für die immer komplexer werdenden Herausforderungen des unternehmerischen Alltags.


Wir setzen uns für Sie ein!

Was wir für Sie tun


Wir setzen uns für Sie ein!


Voller Einsatz für unsere Mitgliedsunternehmen ist unser Markenzeichen. Ihre Fragestellungen und Herausforderungen im unternehmerischen Alltag sind unsere Arbeitsaufträge. Dieser enge Schulterschluss mit unseren Mitgliedern und institutionellen Partnern macht den Unterschied. Mit unserem branchenübergreifenden, interdisziplinären Engagement auf allen Ebenen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eröffnen wir Ihnen neue Perspektiven und versorgen Sie mit wichtigen Informationen. Nutzen Sie unsere themenbezogene Arbeit, unser vielfältiges Veranstaltungsprogramm und unser etabliertes IMW-Netzwerk für Ihren persönlichen Wissensvorsprung!