Berlin, 08.07.2021
Mit dem Ausbruch der Pandemie waren sie plötzlich sehr gefragt: Luftfilter. Die Geräte filtern die Raumluft und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Pandemie-Bekämpfung in geschlossenen Räumen. Eigentlich. Tatsächlich kamen viel zu wenige Luftfilter in Zeiten hoher Inzidenzen zum Einsatz. So verfügt beispielsweise bis heute nur ein Bruchteil der Unternehmen, medizinischen Einrichtungen und öffentlichen Institutionen bis hin zu Kultureinrichtungen über mobile Luftfiltergeräte, von hochwertigen großen Luftfilteranlagen ganz zu schweigen. Gleiches gilt für KITA- und Schulbetriebe sowie Hochschulen oder Universitäten.
Zuschüsse für Luftfilter - eine zentrale Forderung der IMW
Schon seit dem ersten Corona-Sommer 2020 weist vor allem auch die IMW auf die Bedeutung von Raumluftfiltern im Rahmen der Corona-Bekämpfung hin. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Inzwischen hat sich einiges getan. Bund und Länder fördern die Anschaffung von Luftfiltern im Rahmen der verlängerten Konjunkturhilfen. Aus Sicht von IMW-Vorstand Susan Friedrich könnte jedoch noch weitaus mehr getan werden. Viele Unternehmer wären bereit, Luftfilter aufzustellen oder Luftfilteranlagen einzubauen, zögern die Investition jedoch hinaus, da die steuerliche Abschreibung dieser Anschaffungskosten in der Pandemie zusätzliche Liquidität bindet. Luftfilter sind auf Grund ihres Einkaufspreises keine „geringwertigen Wirtschaftsgüter“ und somit nur über mehrere Jahre hinweg steuerlich absetzbar. „Wir setzen uns dafür ein“, so Susan Friedrich, „dass im Jahr der Anschaffung eine 100%ige steuerliche Sonderabschreibung für Luftfilter vom Gesetzgeber ermöglicht wird.“ Frau Friedrich begrüßt ausdrücklich, dass die IMW-Forderung nach Sofortabschreibung für die Anschaffung von Computer Hard- und Software in 2021 umgesetzt wurde. „Ein sinnvoller Schritt“, so das Resümee des IMW-Vorstands, „den wir nun um die Betriebsausgabe Luftfilter für unsere Betriebe erweitert sehen wollen.“
Einen erneuten Lockdown verhindern
Produktionsstätten, Werkstätten, Büros, Konferenz- und Veranstaltungsräume, Ladenlokale, Fahrgastschiffe, Restaurants, Hotels – bei IMW-Mitgliedsunternehmen gibt es keinen Bereich, wo Luftfilter nicht von gesundheitlichem Nutzen wären, eine erneute Rückkehr ins Homeoffice als auch die Einstellung des Geschäftsbetriebes verhindern helfen könnten. Mit Blick auf die Prognosen für den Herbst raten deshalb auch Fachleute von Aerosolwissenschaftlern bis hin zu Experten für Klimatechnik und Innenraumhygiene zumindest zur Aufstellung von mobilen Luftfiltern.
Bernd Terdenge, Geschäftsführer der Wienker & Terdenge OHG im westfälischen Münster und langjähriges IMW-Mitglied, ist Fachmann für Klima- und Kältetechnik. Im Gespräch berichtet er von den vielen Anfragen von Unternehmen, Behörden und Privatleuten, die Experten-Rat in Sachen Luftfilter benötigen. Natürlich sei die Nachfrage mit sinkenden Inzidenzen rückläufig. Herr Terdenge glaubt jedoch, dass sich das zum Herbst hin ändern wird. „Möglicherweise, weil sich das Virus wieder stärker verbreitet. Wenn mehr geheizt wird, sind jedoch auch Luftbefeuchter wieder mehr gefragt. Ein Kombi-Gerät bietet beides: Schutz vor Viren und gesündere Raumluft durch Befeuchtung. Manche Kundinnen und Kunden übersehen allerdings, dass das Filtern und Befeuchten nur Sinn macht, wenn zugleich genug gelüftet wird. Die Umwälzung der Luft allein genügt nicht, Sauerstoff ist schließlich überlebenswichtig. Die Appelle, viel zu lüften, bleiben also berechtigt.“
Experten raten zu vorausschauender Pandemie-Bekämpfung
Auch Jörg Brandes, Gesellschaft für Innenraumhygiene mbH (GfI) aus Geldern am Niederrhein, plädiert für vorausschauende Pandemiebekämpfung mit Hilfe von Luftfiltern. Die GfI, seit vielen Jahren IMW- Mitglied, fertigt Gutachten zur Hygieneüberprüfung raumlufttechnischer Anlagen und berät Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen im Bereich der Innenraumhygiene. Das Tätigkeitsfeld umfasst u.a. die Erstellung von Hygiene- und Desinfektionsplänen, Hautschutzplänen und Betriebsanweisungen sowie Entsorgungskonzepten. Darüber hinaus werden beispielsweise auch raumlufttechnische Anlagen für Büro-, Versammlungs- oder ähnliche Aufenthaltsräume überprüft.
Die GfI engagiert sich zudem im Forschungsbereich und hat ein Netzwerk mit Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Netzwerkpartner sind: Universität Duisburg-Essen, Hochschule Niederrhein, Hochschule Düsseldorf, Deutsches Textilforschungszentrum NWgGmbH sowie weitere kleinere und mittlere Betriebe der Branche. Die Erkenntnisse bringt die GfI in der politischen Debatte um geeignete Lösungen für Raumluftfilter-Systeme ein. So hält das Umweltbundesamt - entgegen früherer Empfehlungen - nun doch den Einsatz von mobilen Luftfiltern in Innenräumen mit Einschränkungen für angebracht.
Brandes rät Unternehmern, vor der Anschaffung von Luftfiltern folgende Fragen zu beantworten: Werden diese Geräte nur wegen der Pandemie angeschafft? Wie lassen sich diese Geräte nach der Pandemie verwenden? Wie ist die Wartung der Geräte geregelt? Wer bedient sie vor Ort? Wer wechselt die Filter? Welche Finanzierungsangebote ermöglichen Hersteller bzw. Anbieter von Hochleistungsluftfiltergeräten? Welche finanzielle Unterstützung erhalten Unternehmen für die Anschaffung solcher Hochleistungsgeräte?
Ergänzend dazu lohnt der Blick auf die IMW-Luftfilter-Checkliste (Link), die wir für Sie zusammengestellt haben.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit der IMW-Geschäftsstelle. Per Telefon: 030-240478710 oder schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Fragen: online@imw-ev.de. Gerne beraten wir Sie bei der Beantragung von Fördermitteln.
Zuschüsse für Luftfilter - eine zentrale Forderung der IMW
Schon seit dem ersten Corona-Sommer 2020 weist vor allem auch die IMW auf die Bedeutung von Raumluftfiltern im Rahmen der Corona-Bekämpfung hin. Mit Erfolg, wie sich zeigt. Inzwischen hat sich einiges getan. Bund und Länder fördern die Anschaffung von Luftfiltern im Rahmen der verlängerten Konjunkturhilfen. Aus Sicht von IMW-Vorstand Susan Friedrich könnte jedoch noch weitaus mehr getan werden. Viele Unternehmer wären bereit, Luftfilter aufzustellen oder Luftfilteranlagen einzubauen, zögern die Investition jedoch hinaus, da die steuerliche Abschreibung dieser Anschaffungskosten in der Pandemie zusätzliche Liquidität bindet. Luftfilter sind auf Grund ihres Einkaufspreises keine „geringwertigen Wirtschaftsgüter“ und somit nur über mehrere Jahre hinweg steuerlich absetzbar. „Wir setzen uns dafür ein“, so Susan Friedrich, „dass im Jahr der Anschaffung eine 100%ige steuerliche Sonderabschreibung für Luftfilter vom Gesetzgeber ermöglicht wird.“ Frau Friedrich begrüßt ausdrücklich, dass die IMW-Forderung nach Sofortabschreibung für die Anschaffung von Computer Hard- und Software in 2021 umgesetzt wurde. „Ein sinnvoller Schritt“, so das Resümee des IMW-Vorstands, „den wir nun um die Betriebsausgabe Luftfilter für unsere Betriebe erweitert sehen wollen.“
Einen erneuten Lockdown verhindern
Produktionsstätten, Werkstätten, Büros, Konferenz- und Veranstaltungsräume, Ladenlokale, Fahrgastschiffe, Restaurants, Hotels – bei IMW-Mitgliedsunternehmen gibt es keinen Bereich, wo Luftfilter nicht von gesundheitlichem Nutzen wären, eine erneute Rückkehr ins Homeoffice als auch die Einstellung des Geschäftsbetriebes verhindern helfen könnten. Mit Blick auf die Prognosen für den Herbst raten deshalb auch Fachleute von Aerosolwissenschaftlern bis hin zu Experten für Klimatechnik und Innenraumhygiene zumindest zur Aufstellung von mobilen Luftfiltern.
Bernd Terdenge, Geschäftsführer der Wienker & Terdenge OHG im westfälischen Münster und langjähriges IMW-Mitglied, ist Fachmann für Klima- und Kältetechnik. Im Gespräch berichtet er von den vielen Anfragen von Unternehmen, Behörden und Privatleuten, die Experten-Rat in Sachen Luftfilter benötigen. Natürlich sei die Nachfrage mit sinkenden Inzidenzen rückläufig. Herr Terdenge glaubt jedoch, dass sich das zum Herbst hin ändern wird. „Möglicherweise, weil sich das Virus wieder stärker verbreitet. Wenn mehr geheizt wird, sind jedoch auch Luftbefeuchter wieder mehr gefragt. Ein Kombi-Gerät bietet beides: Schutz vor Viren und gesündere Raumluft durch Befeuchtung. Manche Kundinnen und Kunden übersehen allerdings, dass das Filtern und Befeuchten nur Sinn macht, wenn zugleich genug gelüftet wird. Die Umwälzung der Luft allein genügt nicht, Sauerstoff ist schließlich überlebenswichtig. Die Appelle, viel zu lüften, bleiben also berechtigt.“
Experten raten zu vorausschauender Pandemie-Bekämpfung
Auch Jörg Brandes, Gesellschaft für Innenraumhygiene mbH (GfI) aus Geldern am Niederrhein, plädiert für vorausschauende Pandemiebekämpfung mit Hilfe von Luftfiltern. Die GfI, seit vielen Jahren IMW- Mitglied, fertigt Gutachten zur Hygieneüberprüfung raumlufttechnischer Anlagen und berät Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen im Bereich der Innenraumhygiene. Das Tätigkeitsfeld umfasst u.a. die Erstellung von Hygiene- und Desinfektionsplänen, Hautschutzplänen und Betriebsanweisungen sowie Entsorgungskonzepten. Darüber hinaus werden beispielsweise auch raumlufttechnische Anlagen für Büro-, Versammlungs- oder ähnliche Aufenthaltsräume überprüft.
Die GfI engagiert sich zudem im Forschungsbereich und hat ein Netzwerk mit Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen aufgebaut. Netzwerkpartner sind: Universität Duisburg-Essen, Hochschule Niederrhein, Hochschule Düsseldorf, Deutsches Textilforschungszentrum NWgGmbH sowie weitere kleinere und mittlere Betriebe der Branche. Die Erkenntnisse bringt die GfI in der politischen Debatte um geeignete Lösungen für Raumluftfilter-Systeme ein. So hält das Umweltbundesamt - entgegen früherer Empfehlungen - nun doch den Einsatz von mobilen Luftfiltern in Innenräumen mit Einschränkungen für angebracht.
Brandes rät Unternehmern, vor der Anschaffung von Luftfiltern folgende Fragen zu beantworten: Werden diese Geräte nur wegen der Pandemie angeschafft? Wie lassen sich diese Geräte nach der Pandemie verwenden? Wie ist die Wartung der Geräte geregelt? Wer bedient sie vor Ort? Wer wechselt die Filter? Welche Finanzierungsangebote ermöglichen Hersteller bzw. Anbieter von Hochleistungsluftfiltergeräten? Welche finanzielle Unterstützung erhalten Unternehmen für die Anschaffung solcher Hochleistungsgeräte?
Ergänzend dazu lohnt der Blick auf die IMW-Luftfilter-Checkliste (Link), die wir für Sie zusammengestellt haben.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit der IMW-Geschäftsstelle. Per Telefon: 030-240478710 oder schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Fragen: online@imw-ev.de. Gerne beraten wir Sie bei der Beantragung von Fördermitteln.
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Ergänzend dazu lohnt der Blick auf die IMW-Luftfilter-Checkliste, die wir für Sie zusammengestellt haben.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit der IMW-Geschäftsstelle. Per Telefon: 030-240478710 oder schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Fragen: online@imw-ev.de. Gerne beraten wir Sie bei der Beantragung von Fördermitteln.
Sollten Sie weitere Informationen benötigen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme mit der IMW-Geschäftsstelle. Per Telefon: 030-240478710 oder schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Fragen: online@imw-ev.de. Gerne beraten wir Sie bei der Beantragung von Fördermitteln.