Berlin, 13.09.2021
Nur noch wenige Wochen bis zur Wahl: Die IMW setzt in Werkstattgesprächen um, wofür sie steht: Herausforderungen der Betriebe gegenüber der Politik vor Ort sichtbar zu machen und Lösungen der Parteien auf drängende Unternehmerfragen auf Augenhöhe zu debattieren. „Der Besuch von Berliner Spitzenpolitikern vor allem in kleineren Betrieben drückt die Wertschätzung gegenüber der Leistung und Verantwortung der zahlreichen familiengeführten Unternehmen aus. Zugleich zeigt sich, was unseren Mitgliedern auf der Seele brennt und was gemeinsam getan werden kann, um die Zukunftsfähigkeit der kleinen Unternehmen zu erhalten und zu fördern.“, so IMW-Vorstandsvorsitzende Susan Friedrich.
Im Rahmen der „Wahlprogramm trifft Wirklichkeit“-Gespräche führte der Weg von IMW-Vorständen Susan Friedrich und Udo M. Strenge zu Jungunternehmer Sascha Pohl, welcher seit 2020 erfolgreicher Firmenchef des alteingesessenen Tischlereibetriebes Carstensen in Berlin-Charlottenburg ist. Auf dem Programm stand ein Werkstattgespräch mit dem FDP-Spitzenkandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja.
Vorbildliche Betriebsübergabe
„Das Unternehmen von Sascha Pohl mit inzwischen 19 Mitarbeitenden ist ein großartiges Beispiel für eine erfolgreiche Betriebsübergabe“, hebt IMW-Vorstand Susan Friedrich bei ihrer Begrüßung hervor. Weitsichtig hätten der einstige Geselle und spätere Meister Sascha Pohl und sein damaliger Chef Peter Carstensen den Wechsel vorbereitet und dank umfassender Beratung u.a. durch die Handwerkskammer die nötigen Voraussetzungen bewältigt. Sascha Pohl ist Tischler aus Leidenschaft. Seinem hervorragenden Meister-Abschluss verdankt er die Ehre, schon in jungen Jahren in den Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer berufen worden zu sein. Selbstredend ist er Mitglied der Tischler-Innung Berlin.
Nachwuchsförderung: Im Fokus von Herrn Pohl
Herr Czaja, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ist ausgebildeter Elektroinstallateur, kennt sich also in Sachen duale Ausbildung im Handwerk bestens aus. Der zugleich aufschlussreiche und unterhaltsame Betriebsrundgang durch die Werkstatträume der Tischlerei zeigte schnell, dass es sich hier um einen Musterbetrieb handelt. Auf die interessierten Nachfragen von Herrn Czaja in Sachen Nachwuchs und Fachkräfte berichtet Sascha Pohl von seinen umfassenden Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. Der Betrieb bildet derzeit 4 junge Menschen aus. Die Nachwuchsförderung muss laut Herrn Czaja schon in der Schule beginnen. Deshalb will er sich für die Wiedereinführung des Werkunterrichts einsetzen. Eine weitere Forderung der FDP: Die Meisterausbildung muss vergleichbar einem Master-Abschluss kostenfrei gestellt werden. Beim Stichwort Kosten verweist er zudem auf die Notwendigkeit preiswerter Wohnmöglichkeiten für Auszubildende. Analog zu Studentenwohnheimen sollten Wohnheime für Azubis bereitgestellt und ein elternunabhängiges Bafög endlich auch für Azubis beschlossen werden. Herr Czaja brachte einen weiteren Vorschlag der Berliner FDP ein, die Semestertickets und Azubi-Tickets preislich anzugleichen und das Azubi-Ticket auf den Tarifbereich ABC auszuweiten.
Hemmnis: Langwierige Planungs- und Bauprozesse
Natürlich kam auch das brennende Thema Lieferengpässe zur Sprache. Auf die Nachfrage von Herrn Czaja berichtete Sascha Pohl von Teuerungsraten von bis zu 30% bei Massivholz. Mehrkosten, die sich nur sehr begrenzt an die Kunden weitergeben ließen. Erfreulich sei, dass der Mietendeckel keinerlei Auswirkungen auf den Umsatz der Tischlerei gehabt habe. Im Gegenteil sei der Geschäftsbereich Instandhaltung weiter ausgebaut worden. Ein weiteres Stichwort, das alle Betriebe umtreibt: die immer höheren Gewerbemieten. Herr Pohl berichtet, dass die Betriebsübergabe fast am Gewerbemietvertrag gescheitert wäre. Aus Sicht von Sebastian Czaja besteht hier dringender Handlungsbedarf und setzt sich dafür ein, die „Berliner Mischung“ aus Gewerbe, Wohnen und Kultur zu erhalten. Neubau und Nachverdichtung seien wichtig, die FDP setze sich jedoch auch gezielt dafür ein, in sogenannten „Meistermeilen“ und genossenschaftlichen Gewerbehöfen die Gewerbemieten niedrig zu halten. Viele Berliner Unternehmen beklagen einen Mangel an Gewerbeflächen, die auch dringend zur Erweiterung der Werkstätten benötigt werden. Sebastian Czaja legt als ehemaliger Projektentwickler klare Antworten vor, von konkreten Änderungsvorschlägen der Landesbauordnung, der Einführung eines Gewerbeflächenkatasters bis hin zur Beschleunigung von Baugenehmigungen, z.B. mittels Beschäftigung von Bauingenieuren:innen in Bauämtern zu marktüblichen Konditionen.
Vorfahrt für E-Mobilität und mehr Lieferzonen
Zum Abschluss der Betriebsbesichtigung rückte Sascha Pohl noch die E-Mobilität in den Blickpunkt und legte den Finger in die Wunde: Der Bereitschaft, den Fuhrpark der Firma umzurüsten, stehe das Problem mangelnder Ladeinfrastruktur gegenüber. Auch die aktuellen Lieferzonen seien ein Dauerproblem in zugeparkten Innenstädten. Für das Handwerk ein Ärgernis mit wirtschaftlichen Folgen. Herr Czaja zeigte großes Verständnis für die Problematik. Neben mehr Investitionen in den ÖPNV, um den innerstädtischen Verkehr weiter zu entlasten, müsse die Flächennutzung und - aufteilung bei Verkehrsflächen in der Stadt verbessert werden. Begleitend setze er sich für die Ausweisung von mehr Liefer- und Ladezonen sowie Sonderparkberechtigungen für den Wirtschaftsverkehr ein. Eine weitere Lösung könnten „Mikrodepots“ sein, Punkt-zu-Punkt-Lieferungen oder lokale Packstationen. Ein Anliegen der FDP sei es, den Verkehrfluss für alle Verkehrsteilnehmer:innen gleichermaßen zu verbessern.
Beispiel Handel: Besuch bei B & O Klang & Design GmbH & Co. KG
An den Besuch der Tischlerei Carstensen schloss sich zwei Tage später ein Besuch bei Axel Winkel an, langjähriges IMW-Mitglied und Geschäftsführer der B & O Klang & Design GmbH & Co KG. Dieser Ortstermin führte IMW-Vorstand Susan Friedrich und FDP-Wahlkämpfer Sebastian Czaja in die Charlottenburger Kantstraße. Das einstige Stilwerk heißt inzwischen Living Berlin. Frau Friedrich stellt Klang & Design- Chef Axel Winkel als Fachmann für Sound-Systeme und TV-Geräte der dänischen Premium-Marke B & O vor. Und als innovativen Unternehmer. Früh investierte Herr Winkel in die Digitalisierung seines Unternehmens. Serviceleistungen wurden digitalisiert und bereits 2014 eröffnete Klang & Design den ersten B & O Online-Shop. Beste Voraussetzungen, um die Corona-Zeit einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Hinzu kam, dass die High-End Hi-Fi-Anlagen von B & O besonders in den Lockdown-Phasen sehr gefragt waren. Die 12 Mitarbeitenden von Axel Winkel waren ausgelastet.
Baustellen-Dschungel Berlin
In der Kantstraße ist es derzeit kaum möglich, nicht über städtische Baumaßnahmen zu sprechen. Weite Teile der Straße sind eingezäunt, der Verkehr stockt, der Lieferverkehr hat massive Schwierigkeiten. Vorschlag von FDP-Politiker Czaja: Verbesserung der Koordination von Baustellen durch überbezirkliche Planung. Offen zeigt er sich zudem für Vorschläge aus Unternehmersicht zum Mobilitätskonzept der Kantstraße, das zu einem verbesserten Verkehrsfluss führen soll. In Sachen Bauplanung und deren Umsetzung konnte Axel Winkel eigene Erfahrungen beisteuern. Sein Ladengeschäft im Living Berlin wird derzeit zu einem B & O Flagshipstore umgebaut. Susan Friedrich äußerte sich zu dieser Maßnahme: „Wenn es möglich ist, investieren gerade jetzt viele Firmenchefs, um für den Neustart nach der Pandemie gut aufgestellt zu sein. Die Strategie zahlt sich aus. Die IMW unterstützt mit Finanzierungspartnern.“ Das Thema Gewerbemieten ist für den Handel genauso unerfreulich wie für das Handwerk. Die Preise sind oftmals zu hoch und das zerstört die „Berliner Mischung“ aus Gewerbe, Wohnen und Kultur.
Blick nach Dänemark
Das Treffen endete mit einem weiteren interessanten Blick Richtung Dänemark, der Heimat von Bang & Olufsen. Herr Winkel bestätigte, was man hierzulande aus den Medien weiß, dass uns unsere Nachbarn im Norden im Hinblick auf die Digitalisierung weit voraus sind. Die Folge: Keine extrem langen Wartezeiten für eine KfZ-Zulassung wie in Deutschland. Der Austausch mit den Behörden ist vollständig digitalisiert, alles erfolgt schnell und effizient. Eine Tatsache, die Herrn Czaja bekannt ist: „Hier finden wir Reserven und Ansätze zur immer wieder angesprochenen Bürokratieentlastung.“
Herr Czaja äußerte sein Bedauern über das hiesige Tempo, verbunden mit dem Hinweis, dass alle schon froh wären, wenn flächendeckend zumindest die Versorgung mit Breitband gesichert wäre. Auch den Glasfaserausbau gilt es voranzutreiben.
„Wir bedanken uns auf allen Seiten für die offenen Gespräche und die Dialogbereitschaft. Wir als IMW werden jedenfalls nicht lockerlassen und klar Position auch nach den Wahlen beziehen.“, schließt Susan Friedrich die IMW Werkstattgespräche.
Im Rahmen der „Wahlprogramm trifft Wirklichkeit“-Gespräche führte der Weg von IMW-Vorständen Susan Friedrich und Udo M. Strenge zu Jungunternehmer Sascha Pohl, welcher seit 2020 erfolgreicher Firmenchef des alteingesessenen Tischlereibetriebes Carstensen in Berlin-Charlottenburg ist. Auf dem Programm stand ein Werkstattgespräch mit dem FDP-Spitzenkandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja.
Vorbildliche Betriebsübergabe
„Das Unternehmen von Sascha Pohl mit inzwischen 19 Mitarbeitenden ist ein großartiges Beispiel für eine erfolgreiche Betriebsübergabe“, hebt IMW-Vorstand Susan Friedrich bei ihrer Begrüßung hervor. Weitsichtig hätten der einstige Geselle und spätere Meister Sascha Pohl und sein damaliger Chef Peter Carstensen den Wechsel vorbereitet und dank umfassender Beratung u.a. durch die Handwerkskammer die nötigen Voraussetzungen bewältigt. Sascha Pohl ist Tischler aus Leidenschaft. Seinem hervorragenden Meister-Abschluss verdankt er die Ehre, schon in jungen Jahren in den Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer berufen worden zu sein. Selbstredend ist er Mitglied der Tischler-Innung Berlin.
Nachwuchsförderung: Im Fokus von Herrn Pohl
Herr Czaja, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Betriebe, ist ausgebildeter Elektroinstallateur, kennt sich also in Sachen duale Ausbildung im Handwerk bestens aus. Der zugleich aufschlussreiche und unterhaltsame Betriebsrundgang durch die Werkstatträume der Tischlerei zeigte schnell, dass es sich hier um einen Musterbetrieb handelt. Auf die interessierten Nachfragen von Herrn Czaja in Sachen Nachwuchs und Fachkräfte berichtet Sascha Pohl von seinen umfassenden Maßnahmen zur Nachwuchsförderung. Der Betrieb bildet derzeit 4 junge Menschen aus. Die Nachwuchsförderung muss laut Herrn Czaja schon in der Schule beginnen. Deshalb will er sich für die Wiedereinführung des Werkunterrichts einsetzen. Eine weitere Forderung der FDP: Die Meisterausbildung muss vergleichbar einem Master-Abschluss kostenfrei gestellt werden. Beim Stichwort Kosten verweist er zudem auf die Notwendigkeit preiswerter Wohnmöglichkeiten für Auszubildende. Analog zu Studentenwohnheimen sollten Wohnheime für Azubis bereitgestellt und ein elternunabhängiges Bafög endlich auch für Azubis beschlossen werden. Herr Czaja brachte einen weiteren Vorschlag der Berliner FDP ein, die Semestertickets und Azubi-Tickets preislich anzugleichen und das Azubi-Ticket auf den Tarifbereich ABC auszuweiten.
Hemmnis: Langwierige Planungs- und Bauprozesse
Natürlich kam auch das brennende Thema Lieferengpässe zur Sprache. Auf die Nachfrage von Herrn Czaja berichtete Sascha Pohl von Teuerungsraten von bis zu 30% bei Massivholz. Mehrkosten, die sich nur sehr begrenzt an die Kunden weitergeben ließen. Erfreulich sei, dass der Mietendeckel keinerlei Auswirkungen auf den Umsatz der Tischlerei gehabt habe. Im Gegenteil sei der Geschäftsbereich Instandhaltung weiter ausgebaut worden. Ein weiteres Stichwort, das alle Betriebe umtreibt: die immer höheren Gewerbemieten. Herr Pohl berichtet, dass die Betriebsübergabe fast am Gewerbemietvertrag gescheitert wäre. Aus Sicht von Sebastian Czaja besteht hier dringender Handlungsbedarf und setzt sich dafür ein, die „Berliner Mischung“ aus Gewerbe, Wohnen und Kultur zu erhalten. Neubau und Nachverdichtung seien wichtig, die FDP setze sich jedoch auch gezielt dafür ein, in sogenannten „Meistermeilen“ und genossenschaftlichen Gewerbehöfen die Gewerbemieten niedrig zu halten. Viele Berliner Unternehmen beklagen einen Mangel an Gewerbeflächen, die auch dringend zur Erweiterung der Werkstätten benötigt werden. Sebastian Czaja legt als ehemaliger Projektentwickler klare Antworten vor, von konkreten Änderungsvorschlägen der Landesbauordnung, der Einführung eines Gewerbeflächenkatasters bis hin zur Beschleunigung von Baugenehmigungen, z.B. mittels Beschäftigung von Bauingenieuren:innen in Bauämtern zu marktüblichen Konditionen.
Vorfahrt für E-Mobilität und mehr Lieferzonen
Zum Abschluss der Betriebsbesichtigung rückte Sascha Pohl noch die E-Mobilität in den Blickpunkt und legte den Finger in die Wunde: Der Bereitschaft, den Fuhrpark der Firma umzurüsten, stehe das Problem mangelnder Ladeinfrastruktur gegenüber. Auch die aktuellen Lieferzonen seien ein Dauerproblem in zugeparkten Innenstädten. Für das Handwerk ein Ärgernis mit wirtschaftlichen Folgen. Herr Czaja zeigte großes Verständnis für die Problematik. Neben mehr Investitionen in den ÖPNV, um den innerstädtischen Verkehr weiter zu entlasten, müsse die Flächennutzung und - aufteilung bei Verkehrsflächen in der Stadt verbessert werden. Begleitend setze er sich für die Ausweisung von mehr Liefer- und Ladezonen sowie Sonderparkberechtigungen für den Wirtschaftsverkehr ein. Eine weitere Lösung könnten „Mikrodepots“ sein, Punkt-zu-Punkt-Lieferungen oder lokale Packstationen. Ein Anliegen der FDP sei es, den Verkehrfluss für alle Verkehrsteilnehmer:innen gleichermaßen zu verbessern.
Beispiel Handel: Besuch bei B & O Klang & Design GmbH & Co. KG
An den Besuch der Tischlerei Carstensen schloss sich zwei Tage später ein Besuch bei Axel Winkel an, langjähriges IMW-Mitglied und Geschäftsführer der B & O Klang & Design GmbH & Co KG. Dieser Ortstermin führte IMW-Vorstand Susan Friedrich und FDP-Wahlkämpfer Sebastian Czaja in die Charlottenburger Kantstraße. Das einstige Stilwerk heißt inzwischen Living Berlin. Frau Friedrich stellt Klang & Design- Chef Axel Winkel als Fachmann für Sound-Systeme und TV-Geräte der dänischen Premium-Marke B & O vor. Und als innovativen Unternehmer. Früh investierte Herr Winkel in die Digitalisierung seines Unternehmens. Serviceleistungen wurden digitalisiert und bereits 2014 eröffnete Klang & Design den ersten B & O Online-Shop. Beste Voraussetzungen, um die Corona-Zeit einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Hinzu kam, dass die High-End Hi-Fi-Anlagen von B & O besonders in den Lockdown-Phasen sehr gefragt waren. Die 12 Mitarbeitenden von Axel Winkel waren ausgelastet.
Baustellen-Dschungel Berlin
In der Kantstraße ist es derzeit kaum möglich, nicht über städtische Baumaßnahmen zu sprechen. Weite Teile der Straße sind eingezäunt, der Verkehr stockt, der Lieferverkehr hat massive Schwierigkeiten. Vorschlag von FDP-Politiker Czaja: Verbesserung der Koordination von Baustellen durch überbezirkliche Planung. Offen zeigt er sich zudem für Vorschläge aus Unternehmersicht zum Mobilitätskonzept der Kantstraße, das zu einem verbesserten Verkehrsfluss führen soll. In Sachen Bauplanung und deren Umsetzung konnte Axel Winkel eigene Erfahrungen beisteuern. Sein Ladengeschäft im Living Berlin wird derzeit zu einem B & O Flagshipstore umgebaut. Susan Friedrich äußerte sich zu dieser Maßnahme: „Wenn es möglich ist, investieren gerade jetzt viele Firmenchefs, um für den Neustart nach der Pandemie gut aufgestellt zu sein. Die Strategie zahlt sich aus. Die IMW unterstützt mit Finanzierungspartnern.“ Das Thema Gewerbemieten ist für den Handel genauso unerfreulich wie für das Handwerk. Die Preise sind oftmals zu hoch und das zerstört die „Berliner Mischung“ aus Gewerbe, Wohnen und Kultur.
Blick nach Dänemark
Das Treffen endete mit einem weiteren interessanten Blick Richtung Dänemark, der Heimat von Bang & Olufsen. Herr Winkel bestätigte, was man hierzulande aus den Medien weiß, dass uns unsere Nachbarn im Norden im Hinblick auf die Digitalisierung weit voraus sind. Die Folge: Keine extrem langen Wartezeiten für eine KfZ-Zulassung wie in Deutschland. Der Austausch mit den Behörden ist vollständig digitalisiert, alles erfolgt schnell und effizient. Eine Tatsache, die Herrn Czaja bekannt ist: „Hier finden wir Reserven und Ansätze zur immer wieder angesprochenen Bürokratieentlastung.“
Herr Czaja äußerte sein Bedauern über das hiesige Tempo, verbunden mit dem Hinweis, dass alle schon froh wären, wenn flächendeckend zumindest die Versorgung mit Breitband gesichert wäre. Auch den Glasfaserausbau gilt es voranzutreiben.
„Wir bedanken uns auf allen Seiten für die offenen Gespräche und die Dialogbereitschaft. Wir als IMW werden jedenfalls nicht lockerlassen und klar Position auch nach den Wahlen beziehen.“, schließt Susan Friedrich die IMW Werkstattgespräche.
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Sascha Pohl I Inhaber, Tischlerei Carstensen und Susan Friedrich I Vorstand, IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. sowie Sebastian Czaja I FDP-Spitzenkandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus (Foto: Tristan Unkelbach)

Im Gespräch: Susan Friedrich I Vorstand, IMW Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V.; Axel Winkel I Geschäftsführer B&O Klang Design GmbH & Co. KG ; Sebastian Czaja I Vorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Betriebe