Brüggen, 27.09.2021
Die Niederlande ist traditionell ein interessanter Markt für deutsche Unternehmen. Diese These vertrat Prof. Dr. Vincent Pijnenburg von der Fontys Hochschule Venlo vor dem Forum Mittelstand Niederrhein. Die Veranstaltung stand unter der Überschrift: „Unbekannte Nachbarn. Die Niederlande als interessanter Businessmarkt“. Vor allem Unternehmen aus dem Kreis Viersen böten sich durch die Grenznähe gute Bedingungen in der Region Limburg, erläuterte Prof. Pijnenburg, Experte für grenzüberschreitende Projekte. Veranstaltet wurde das seit zehn Jahren bestehende Forum Mittelstand vom Technologiezentrum Niederrhein (TZN), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Viersen und der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW). Vor den zahlreichen Gästen im Kultursaal der Burg Brüggen skizzierte Prof. Pijnenburg die Chancen der eu-regionalen Zusammenarbeit. Für ihn steht fest, dass die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entwicklung jenseits der Grenze weit über den Bereich von Agrobusiness hinausgehen.
Prof. Pijnenburg ist in Venlo Leiter des Lehrstuhls für grenzüberschreitende Geschäftsentwicklungen und hat bereits einige deutsche Unternehmen erfolgreich auf der niederländischen Seite betreut. Die Zahlen und Daten zum Warenaustausch zwischen den Niederlanden und NRW, die er vortrug, unterstreichen das Potenzial möglicher Kooperationen und Investitionen. Unternehmern aus dem Kreis Viersen legte er nahe, den sogenannten „Internationalisierungsscan“ zu nutzen. Hierbei handele es sich um ein Projekt der Unternehmerschaft Venlo, des WFG Kreis Viersen und der Fontys Hochschule, das auf einfache Art eine Markterkundung und Unterstützung bei der Geschäftsanbahnung im Nachbarland möglich mache. Das Online-Tool sei äußerst hilfreich, und die Analyse für Unternehmen kostenfrei.
Beide Seiten könnten von grenzüberschreitenden Geschäften profitieren, betonte auch der niederländische Geschäftsführer der Webusco BV, Joan Westendorff, in der von Prof. Thomas Merz von der IST-Hochschule Düsseldorf moderierten Diskussionsrunde. Herr Westendorff warb mit Leidenschaft für Investitionen deutscher Unternehmen in den Niederlanden und bot sich als Ansprechpartner für Interessenten an. Ergänzend illustrierte Udo M. Strenge, Vorstand der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW), in seinem kompakten Impuls-Statement, dass die Niederlande eine nicht unerhebliche Anziehungskraft auf junge Arbeitskräfte und Unternehmen haben. Neben der als zupackend charakterisierten Art der Niederländer und einem toleranten gesellschaftlichen Klima, um nur zwei Beispiele zu nennen, wurde auch das niederländische Rentensystem von den Befragten als attraktiver eingeschätzt. Auch die Bürokratie sei flexibler als in Deutschland. Aus Sicht von Herrn Strenge seien die Aussagen in Deutschland als Weckrufe zu verstehen. Die Motive für die Abwanderung müssten ernstgenommen werden, denn sie verwiesen auf Reformbedarf in Deutschland.
Einen wichtigen Aspekt trug Armin Möller von der WFG Kreis Viersen zu der angeregten Diskussion bei. Er verwies darauf, dass die Ausbildungssysteme nicht kompatibel seien. Das flexible Arbeiten diesseits und jenseits der Grenze sei deshalb sehr schwierig. Verloren gegangen sei auch das Wissen und das Interesse an der anderen Grenzregion. Durch Internet und Kabel sei so viel an Information und Unterhaltung verfügbar, dass die frühere Neugier an den Nachbarn, der Blick über die Grenze, kaum noch attraktiv sei.
Das nächste Forum Mittelstand findet am 9. November 2021 im Rathaus Nettetal statt. Dann lautet das Thema „Finanzkrisen im Unternehmen erkennen, analysieren und managen“. Mehr Informationen mit einem Klick hier.
Prof. Pijnenburg ist in Venlo Leiter des Lehrstuhls für grenzüberschreitende Geschäftsentwicklungen und hat bereits einige deutsche Unternehmen erfolgreich auf der niederländischen Seite betreut. Die Zahlen und Daten zum Warenaustausch zwischen den Niederlanden und NRW, die er vortrug, unterstreichen das Potenzial möglicher Kooperationen und Investitionen. Unternehmern aus dem Kreis Viersen legte er nahe, den sogenannten „Internationalisierungsscan“ zu nutzen. Hierbei handele es sich um ein Projekt der Unternehmerschaft Venlo, des WFG Kreis Viersen und der Fontys Hochschule, das auf einfache Art eine Markterkundung und Unterstützung bei der Geschäftsanbahnung im Nachbarland möglich mache. Das Online-Tool sei äußerst hilfreich, und die Analyse für Unternehmen kostenfrei.
Beide Seiten könnten von grenzüberschreitenden Geschäften profitieren, betonte auch der niederländische Geschäftsführer der Webusco BV, Joan Westendorff, in der von Prof. Thomas Merz von der IST-Hochschule Düsseldorf moderierten Diskussionsrunde. Herr Westendorff warb mit Leidenschaft für Investitionen deutscher Unternehmen in den Niederlanden und bot sich als Ansprechpartner für Interessenten an. Ergänzend illustrierte Udo M. Strenge, Vorstand der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft (IMW), in seinem kompakten Impuls-Statement, dass die Niederlande eine nicht unerhebliche Anziehungskraft auf junge Arbeitskräfte und Unternehmen haben. Neben der als zupackend charakterisierten Art der Niederländer und einem toleranten gesellschaftlichen Klima, um nur zwei Beispiele zu nennen, wurde auch das niederländische Rentensystem von den Befragten als attraktiver eingeschätzt. Auch die Bürokratie sei flexibler als in Deutschland. Aus Sicht von Herrn Strenge seien die Aussagen in Deutschland als Weckrufe zu verstehen. Die Motive für die Abwanderung müssten ernstgenommen werden, denn sie verwiesen auf Reformbedarf in Deutschland.
Einen wichtigen Aspekt trug Armin Möller von der WFG Kreis Viersen zu der angeregten Diskussion bei. Er verwies darauf, dass die Ausbildungssysteme nicht kompatibel seien. Das flexible Arbeiten diesseits und jenseits der Grenze sei deshalb sehr schwierig. Verloren gegangen sei auch das Wissen und das Interesse an der anderen Grenzregion. Durch Internet und Kabel sei so viel an Information und Unterhaltung verfügbar, dass die frühere Neugier an den Nachbarn, der Blick über die Grenze, kaum noch attraktiv sei.
Das nächste Forum Mittelstand findet am 9. November 2021 im Rathaus Nettetal statt. Dann lautet das Thema „Finanzkrisen im Unternehmen erkennen, analysieren und managen“. Mehr Informationen mit einem Klick hier.
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Bilateraler Austausch zum Businessmarkt Niederlande:
Prof. Dr. Vincent Pijnenburg I Fontys Hochschule Venlo, Armin Möller I Wirtschaftsförderung Kreis Viersen, Dr. Thomas Jablonski I Geschäftsführer TZN, Udo M. Strenge I IMW-Vorstand, Joan Westendorff I Geschäftsführer Webusco BV, Prof. Thomas Merz I IST-Hochschule Düsseldorf und Guido Schmidt I Wirtschaftsförderung Gemeinde Brüggen (Foto:TZN)
Prof. Dr. Vincent Pijnenburg I Fontys Hochschule Venlo, Armin Möller I Wirtschaftsförderung Kreis Viersen, Dr. Thomas Jablonski I Geschäftsführer TZN, Udo M. Strenge I IMW-Vorstand, Joan Westendorff I Geschäftsführer Webusco BV, Prof. Thomas Merz I IST-Hochschule Düsseldorf und Guido Schmidt I Wirtschaftsförderung Gemeinde Brüggen (Foto:TZN)