Mitglieder vor Ort

Geschichte zum Anfassen - Konzerthaus am Gendarmenmarkt

08
September2016

Am 07.09.2016, einem herrlichen Sommernachmittag, trafen sich 20 interessierte Mitglieder, um durch die zauberhaften Säle des Konzerthauses zu flanieren und mehr über die wechselhafte Geschichte des Hauses zu erfahren.

Passend zur aktuellen Frage geflüchteter Menschen, führte unser Guide Ilse Brewing aus: "..., dass Friedrich II. für die geflüchteten Hugenotten nicht nur eine Kirche bauen lies - der Französische Dom - sondern zudem den Befehl gab, ein Französisches Komödienhaus zu errichten, das 1776 eröffnet wurde."

Das klassizistische Bauwerk ist eines der Hauptwerke des Architekten Karl Friedrich Schinkel und befindet sich auf einem der schönsten Plätze Berlins - dem Gendarmenmarkt. Es wurde 1821 als Königliches Schauspielhaus eröffnet, war von 1919 bis 1945 Preußisches Staatstheater, erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. So wuchsen aus den Trümmern Birken und Büsche und wurde umzäunt. Erst 1979 wurde das Konzerthaus wieder aufgebaut.

"Alles in diesem Haus hat seine eigene Story...", so Manfred Prasser Chefplaner für die Rekonstruktion des Konzerthauses am Gendarmenmarkt.

Am 01. Oktober 1984 wurde das Konzerthaus Berlin, damals noch unter dem Namen Schauspielhaus, mit einem Festkonzert wieder eröffnet. Fünf Jahre lang war das in den letzten Kriegstagen 1945 zerstörte Gebäude, das seitdem inmitten der Stadt als Ruine gelegen hatte, wieder aufgebaut worden – und zwar in enger Anlehnung an den ursprünglichen Stil von Karl Friedrich Schinkel. Die Architekten Erhard Gißke, Klaus Just und Manfred Prasser planten einen klassizistischen Bau nach preußischer Tradition, mitten im realsozialistischen Umfeld der DDR.

Im Jahr des Mauerfalls, am 25.12.1989, dirigierte Leonard Bernstein Beethovens 9. Sinfonie mit einem internationalen Orchester und Chor. Inspiriert durch den Fall der Mauer, wandelt er den Text des Schlusschores um in Ode „An die Freiheit“ und blieb dem Haus bis zu seinem Tode sehr verbunden.

Im Jahr 2003 spendete der Unternehmer Werner Otto dem Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt 4,5 Millionen Euro. Mit dem Geld wurde ein großer, kaum genutzter Raum so umgestaltet, dass daraus der Werner-Otto-Saal werden konnte, der heute für Kammerkonzerte, Bankette oder Proben genutzt werden kann.

"Werner Otto ist ein Unternehmer, der sich seiner sozialen und politischen Verantwortung bewusst war und – auch im größten Erfolg – geblieben ist", schrieb Altbundeskanzler Helmut Schmidt über seinen langjährigen Freund.

Die musikalischen Angebote des Konzerthauses sind vielfältig: Ob Espresso-Konzerte, 2x Hören, Mittendrin, Across The Border, Klazzik - für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Auch für die Kleinsten wird ein Junior-Programm angeboten, dass die Kleinen und auch Großen zum Mitmachen einlädt.

An dieser Stelle danken wir herzlichst für die übermittelte lebendige Geschichte durch Ilse Brewing!

 
Mit einem vollkommen anderen Blickwinkel als zu einem Konzertbesuch erkundeten Mitglieder das Konzerthaus (Foto: IMW e.V.).
 
Der "Große Saal" bietet für ca. 1.418 Gäste Platz. Seit der Saison 2012/13 ist Iván Fischer Chefdirigent des Konzerthausorchesters Berlin (Foto: IMW e.V.).
 

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