Schluss mit Warten

Breitband-Ausbau im Schneckentempo - die IMW handelt !

16
Juli2018

Anfang Juli war es wieder so weit: Erneut wurde auf einem "Mobilfunkgipfel" mit Vertretern von Unternehmen und Bundesländern um Lösungen gerungen, wie nun endlich die flächendeckende Versorgung des Landes mit schnellem Internet sichergestellt werden könne. Deutschlands neuer "Digitalminister" Andreas Scheuer drängte insbesondere die großen Anbieter Telekom, Vodafone und Telefonica, der Pflicht zur Netzabdeckung nachzukommen. Quer durch alle Parteien wird der umfassende, zügige Ausbau gefordert. Die für die Regulierung des Wettbewerbs zuständige Bundesnetzagentur scheut aber die Konfrontation und verlässt sich stattdessen weiterhin auf die bisher nicht eingelösten Zusicherungen der Anbieter. 

Aus Unternehmersicht ist die schleppende Versorgung mit Breitbandanschlüssen ein handfester Skandal. Seit rund zehn Jahren folgt Ankündigung auf Ankündigung und Zusicherung auf Zusicherung. Realität ist, dass die deutschen Ballungszentren größtenteils gut versorgt, in ländlichen Regionen jedoch Millionen Nutzer dank fehlender Verkabelung und riesengroßer Funklöcher vom Netz abgeschnitten sind. Für kleine und mittlere Unternehmen eine Katastrophe. Ob Bauunternehmer, Handwerker oder Marketing-Agentur - wenn der Kontakt mit der Kundschaft oft stundenlang nicht möglich ist und sich die Internetseite nicht aufbaut, dann fühlt sich mancher, als lebe er in einem digitalen Entwicklungsland. Abwegig ist diese Wahrnehmung nicht, denn tatsächlich belegt die Industrie- und Wirtschaftsnation Deutschland Platz 25 im weltweiten Ranking in Sachen Internetgeschwindigkeit.

Die bittere Konsequenz für die Unternehmen: Umsatzeinbußen, unzufriedene Kunden und Schwierigkeiten bei der dringend notwendigen Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen.  In einer aktuellen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft sehen 68% von 2.600 Unternehmern ihre Geschäfte durch infrastrukturelle Mängel wie Funklöcher, langsames Internet, unpünktliche Bahnverbindungen und marode Straßen beeinträchtigt.

Aus Sicht der IMW ein unhaltbarer Zustand. Schon seit 2007 unterstützt der IMW-Vorstand deshalb regionale Initiativen, Zusammenschlüsse kleiner und mittlerer Unternehmen sowie privater Nutzer und kommunaler Stellen, bei ihren Verhandlungen mit kleineren Netzanbietern, die die Technik installieren und Nutzungsverträge anbieten. Was im Landkreis Oberhavel begann, entwickelte sich die Jahre hindurch zur Erfolgsgeschichte. In zahlreichen weiteren Kommunen wurden vergleichbare Aktionen gestartet, um gerade auch für die kleinen und mittleren Betriebe die Internetversorgung sicherzustellen.  

Diese vorbildlichen regionalen Eigeninitiativen sind jedoch kein Ersatz für eine koordinierte, bundesweite Umsetzung der von der Bundesregierung endlos beschworenen "Digitalen Agenda". Bereits bei der Eröffnung der Computermesse Cebit im Frühjahr 2010 versprach die Kanzlerin die flächendeckende Versorgung mit Breitbandverbindungen bis Ende 2014. Aus heutiger Sicht, im internationalen Vergleich und mit Blick auf den rapiden Fortschritt der Digitalisierung ein Hohn. Die IMW bleibt am Ball. Sollte Ihr Unternehmen von einem "weißen Fleck" in der Internetbreitbandversorgung betroffen sein, bitte einfach über online@imw-ev.de melden. Wir unterstützen Sie.
 
Mancher Unternehmer wartet nicht mehr auf ausreichende Internetgeschwindigkeit. Infrastrukturelle Engpässe setzen Unternehmen Grenzen. Mit der richtigen Unterstützung ist es möglich, selbst für Abhilfe zu sorgen.
 

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