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Berlin, 12.09.2018

Veranstaltungsreihe Mittelstandsforum Metropol 2018


Das große Missverständnis „Unternehmenswert und Unternehmens(ver)kauf“


Mit diesem Thema haben die Veranstalter des Mittelstandsforums Metropol 2018, der FKU Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein e.V. (FKU) und die Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. (IMW) sowie die Hochschule für Oekonomie und Management in Berlin (FOM) als Kooperationspartner, den Zeitgeist mehr als getroffen. Zahlreiche Unternehmer aus Berlin und Brandenburg folgten der Einladung zum dritten Themenabend der Veranstaltungsreihe.

In ihrer Begrüßung verwies IMW-Vorstand Susan Friedrich darauf, dass „nach einer Statistik der KfW zufolge ca. 620.000 kleine und mittlere Betriebe zur Unternehmensnachfolge bis 2018 anstehen, jedoch Unternehmensnachfolger kaum oder nur mit Mühe zu finden sind und dass der dann tatsächlich erzielte Preis oftmals von den Vorstellungen des Übergebenden signifikant abweicht.“ 

Wer ist da nicht besser gefragt als Prof. Holger Wassermann, Inhaber des Lehrstuhls für Rechnungswesen und Controlling, den Susan Friedrich, als „Mutmacher“ und Aufklärer vorstellte. Als Geschäftsführer der intagus GmbH, die auf Unternehmensbewertung, Nachfolgersuche und Transaktion spezialisiert ist, ist Prof. Wassermann zugleich Praktiker und weiß sehr genau, an welchen Stolpersteinen eine Unternehmensübergabe scheitern kann.

In Deutschland gibt es 3,6 Millionen Unternehmen und davon sind 20% nicht an einer Unternehmensnachfolge interessiert. Die demographische Entwicklung als auch die fortschreitende Digitalisierung stellt eine Herausforderung für die weitere Existenz kleinerer und mittlerer Unternehmen und somit der Arbeitsplätze dar. Erschwerend kommt die Frage der Finanzierung eines anstehenden Unternehmenskaufes durch begleitende Banken hinzu.

In seinem praxisorientierten Impulsvortrag erläuterte Prof. Wassermann, worauf man bei der Unternehmensbewertung achten sollte und ging auf die Ermittlung des Substanzwertes, des Erfolgswertes und des Marktwertes ein.

Ein Fallbeispiel machte die Bandbreite der einzelnen Bewertungsmethoden sehr deutlich. So ist der Substanzwert als „Mindestwert“ zu verstehen. Oftmals werden hier Kundenstamm, Markenrechte, Patente vergessen. Der Erfolgswert als Prognose zukünftiger Gewinne ist auf Grund von Entwicklungen einer Branche, Stichwort: Digitalisierung, kein stabiler Faktor für eine Entscheidung.

In der anschließenden regen Diskussion gaben Unternehmer an, dass bestehende Gewerbemietverträge ein weiterer Hinderungsgrund für die Übergabe seien, da die Gewerbemieten in Berlin überproportional steigen und kein Nachfolger das Risiko plus Marktentwicklung eingehen will. Hier sollte die Politik auf Bundesebene handeln.

Der Bilanzposten der Rückstellungen zeigt mögliche Risiken auf. In den vergangenen Jahren sind Unternehmer Pensionsverpflichtungen eingegangen. Nach neuester Rechtsprechung haften Unternehmer für diese Pensionszusagen, d.h. sollte diese nicht die Garantiewerte an den Mitarbeiter ausschütten, zahlt der Unternehmer drauf. Das ist vielen (noch) nicht bewusst.

Der Marktwert als aktueller Preis für ähnliche Unternehmen lässt sich aus Datenbanken (z.B. DUB) ermitteln.
Der letztendliche Preis für ein Unternehmen ist das Ergebnis von Verhandlungen. Sollte der angebotene Preis unter dem Mindestwert liegen, so ist die Liquidation eines Betriebes, die mit Kosten verbunden ist, eine unausweichliche Folge.

Sollten Sie an weiteren Informationen bzw. dem Vortrag interessiert sein, wenden Sie sich bitte gern per Mail. online@imw-ev.de an uns.
 

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Das große Missverständnis „Unternehmenswert und Unternehmens(ver)kauf“
v.l.n.r. Susan Friedrich (IMW Vorstand), Impulsgeber des Abends Prof. Holger Wassermann (FOM Berlin), RAin Helene Anders (FKU Vorstand) / Foto: Zdenka Hruby
6 BilderSusan Friedrich (IMW Vorstand) über aktuelle Herausforderungen anstehender Unternehmensnachfolgen aus volkswirtschaftlicher Perspektive. (Foto: Zdenka Hruby)
Susan Friedrich (IMW Vorstand) über aktuelle Herausforderungen anstehender Unternehmensnachfolgen aus volkswirtschaftlicher Perspektive. (Foto: Zdenka Hruby)

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