Berlin, 10.04.2019
Was nutzen volle Auftragsbücher, wenn man auf dem Weg zum Kunden im Dauerstau steht? KMU und insbesondere das Kleingewerbe leiden unter den Folgekosten der Mobilitätskrise. Ganz aktuell sorgen zudem drohende Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bei Handwerksbetrieben und Dienstleistern für Alpträume: Software-Update? Hardware-Nachrüstung? Wer trägt die Kosten? Drängende Fragen, die vom Gesetzgeber bislang nicht beantwortet wurden. Die Senkung umweltschädlicher Emissionen und die Beibehaltung gewohnter Mobilität scheinen sich gegenseitig auszuschließen. Ist das wirklich so? Unter der Überschrift "Alles Diesel oder was? Auswege aus der Berliner Mobilitätskrise" lud das Netzwerk Erdgas in Kooperation mit der IMW am 4. April zur Netzwerk-Lounge. Eine Veranstaltung, die zugleich im Rahmen der IMW-FKU-Veranstaltungsreihe "Mittelstandsforum Metropol" annonciert war.
Experten informieren über Auswege aus der Mobilitäts-Sackgasse
Die Veranstalter, vertreten durch Maik Wortmeier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, sowie IMW-Vorstand Susan Friedrich betonten bei der Begrüßung der Gäste ihr Anliegen, das Informationsdickicht in Sachen Verkehrswende durch fundierte Informationen lichten zu wollen. Mobilitätsstrategien, Antriebsarten, bestmögliche Orientierung für Unternehmen - so lautete die vorgegebene inhaltliche "Navigation", der das Publikum mit großem Interesse folgte.
In seinem Impulsvortrag gab Dr. Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der GASAG AG, einen kompakten Überblick über integrierte Mobilitätskonzepte und die spezifischen Anwendungsmöglichkeiten der verschiedenen alternativen Antriebssysteme. Frank C. Hinrichs, Geschäftsführer der inno2grid GmbH, erläuterte anschließend, inwieweit digitale Anwendungen bei der Umstellung urbaner Verkehrssysteme von Nutzen sein können. Gleichermaßen informativ waren die Ausführungen von Dr. Timm Kehler, Vorstand der Initiative Zukunft Erdgas. In seinem Plädoyer für Erdgasmobilität verwies er auf die große Auswahl an inzwischen verfügbaren Erdgas-fähigen Kraftfahrzeugen.
Expertenrunde zur Zukunft des Berliner Wirtschaftsverkehrs
Auf diesen gelungenen ersten Teil der Veranstaltung folgte eine lebhafte Podiumsdiskussion, an der neben einigen der genannten Rednerinnen und Rednern auch Jochen Brückmann teilnahm, seines Zeichens Bereichsleiter für Stadtentwicklung der IHK Berlin. Einigkeit herrschte in der Runde über die Forderung nach mehr Park-and-Ride-Möglichkeiten sowie einer verbesserten, sprich zukunftsorientierten Verkehrsplanung, die alle beteiligten Institutionen, wie auch Tiefbauämter, einschliesst.
IMW-Vorstand Susan Friedrich betonte zudem, ihr Verband wolle zur Versachlichung der in der Öffentlichkeit oftmals einseitig geführten Diskussion beitragen. Eine stärkere Vernetzung der Unternehmen sei dafür ebenso wichtig wie der Mut zu neuen Denkansätzen und zum Umgang mit den neuen Techniken.
Daran anknüpfend räumten die Diskutanten mit längst widerlegten Vorurteilen gegenüber alternativen Antrieben auf, wie - allen voran - der unzureichenden Reichweite. Gerade hybride Fahrzeuge, so Frau Friedrich, sind auch für längere Strecken bestens geeignet. Ob Erdgas-, Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb - wer einen Umstieg erwägt, der ist in Berlin am richtigen Ort. Die Zahl der Erdgas- und Elektrotankstellen ist in den vergangenen Jahren erfreulich angestiegen und ermöglicht schon jetzt ein hohes Maß an Versorgungssicherheit.
Lob erhielt der Berliner Senat, der im Hinblick auf Diesel-Fahrverbote auf das Anlieger-Modell setzt und durchaus Lösungsansätze bereithält, um den endgültigen Verkehrsinfarkt zu verhindern sowie den Schutz von Mensch und Umwelt zu verbessern. Jetzt gilt es, die vorliegenden Konzepte zügig umzusetzen. Die Unternehmen ihrerseits sind aus der Sicht der Mobilitäts-Experten gefordert, die Bedürfnisse des eigenen Betriebes zu analysieren und sich dann passgenau bei den jeweiligen Anbietern und Fahrzeughändlern beraten zu lassen - das spart langfristig Kosten und kommt der Umwelt zugute. Die Botschaft der Veranstaltung ist eindeutig: Die Verkehrs-Wende hat längst begonnen! Unser Rat: Jetzt einsteigen, damit das eigene Unternehmen künftig - umweltschonend - auf der Überholspur fährt!
Hier lesen Sie mehr über das Netzwerk Erdgas oder schauen Sie sich einfach die Videodokumentation der Netzwerk-Lounge vom 04.04.2019 an.
Experten informieren über Auswege aus der Mobilitäts-Sackgasse
Die Veranstalter, vertreten durch Maik Wortmeier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, sowie IMW-Vorstand Susan Friedrich betonten bei der Begrüßung der Gäste ihr Anliegen, das Informationsdickicht in Sachen Verkehrswende durch fundierte Informationen lichten zu wollen. Mobilitätsstrategien, Antriebsarten, bestmögliche Orientierung für Unternehmen - so lautete die vorgegebene inhaltliche "Navigation", der das Publikum mit großem Interesse folgte.
In seinem Impulsvortrag gab Dr. Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der GASAG AG, einen kompakten Überblick über integrierte Mobilitätskonzepte und die spezifischen Anwendungsmöglichkeiten der verschiedenen alternativen Antriebssysteme. Frank C. Hinrichs, Geschäftsführer der inno2grid GmbH, erläuterte anschließend, inwieweit digitale Anwendungen bei der Umstellung urbaner Verkehrssysteme von Nutzen sein können. Gleichermaßen informativ waren die Ausführungen von Dr. Timm Kehler, Vorstand der Initiative Zukunft Erdgas. In seinem Plädoyer für Erdgasmobilität verwies er auf die große Auswahl an inzwischen verfügbaren Erdgas-fähigen Kraftfahrzeugen.
Expertenrunde zur Zukunft des Berliner Wirtschaftsverkehrs
Auf diesen gelungenen ersten Teil der Veranstaltung folgte eine lebhafte Podiumsdiskussion, an der neben einigen der genannten Rednerinnen und Rednern auch Jochen Brückmann teilnahm, seines Zeichens Bereichsleiter für Stadtentwicklung der IHK Berlin. Einigkeit herrschte in der Runde über die Forderung nach mehr Park-and-Ride-Möglichkeiten sowie einer verbesserten, sprich zukunftsorientierten Verkehrsplanung, die alle beteiligten Institutionen, wie auch Tiefbauämter, einschliesst.
IMW-Vorstand Susan Friedrich betonte zudem, ihr Verband wolle zur Versachlichung der in der Öffentlichkeit oftmals einseitig geführten Diskussion beitragen. Eine stärkere Vernetzung der Unternehmen sei dafür ebenso wichtig wie der Mut zu neuen Denkansätzen und zum Umgang mit den neuen Techniken.
Daran anknüpfend räumten die Diskutanten mit längst widerlegten Vorurteilen gegenüber alternativen Antrieben auf, wie - allen voran - der unzureichenden Reichweite. Gerade hybride Fahrzeuge, so Frau Friedrich, sind auch für längere Strecken bestens geeignet. Ob Erdgas-, Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb - wer einen Umstieg erwägt, der ist in Berlin am richtigen Ort. Die Zahl der Erdgas- und Elektrotankstellen ist in den vergangenen Jahren erfreulich angestiegen und ermöglicht schon jetzt ein hohes Maß an Versorgungssicherheit.
Lob erhielt der Berliner Senat, der im Hinblick auf Diesel-Fahrverbote auf das Anlieger-Modell setzt und durchaus Lösungsansätze bereithält, um den endgültigen Verkehrsinfarkt zu verhindern sowie den Schutz von Mensch und Umwelt zu verbessern. Jetzt gilt es, die vorliegenden Konzepte zügig umzusetzen. Die Unternehmen ihrerseits sind aus der Sicht der Mobilitäts-Experten gefordert, die Bedürfnisse des eigenen Betriebes zu analysieren und sich dann passgenau bei den jeweiligen Anbietern und Fahrzeughändlern beraten zu lassen - das spart langfristig Kosten und kommt der Umwelt zugute. Die Botschaft der Veranstaltung ist eindeutig: Die Verkehrs-Wende hat längst begonnen! Unser Rat: Jetzt einsteigen, damit das eigene Unternehmen künftig - umweltschonend - auf der Überholspur fährt!
Hier lesen Sie mehr über das Netzwerk Erdgas oder schauen Sie sich einfach die Videodokumentation der Netzwerk-Lounge vom 04.04.2019 an.
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Vertreter der Berliner Taxi-Innung brachten ihre Anliegen in die Diskussionsrunde ein (Foto: Tina Merkau/ NBB).

Einigkeit herrschte in der Runde über die Forderung nach mehr Park-and-Ride-Möglichkeiten sowie einer verbesserten, sprich zukunftsorientierten Verkehrsplanung, die alle beteiligten Institutionen, wie auch Tiefbauämter, einschliesst (Fotos: Tina Merkau/ NBB).