IMW on Tour

Am Puls der Energiewende-Zeit: Eine Führung durch das Hamburger Steinkohlekraftwerk Moorburg

20
Januar2020

Wer mitreden will, der macht sich wenn möglich vor Ort ein Bild. Unter diesem Motto trafen sich am 20. Januar IMW-Mitglieder und weitere Gäste inklusive IMW-Vorstand Susan Friedrich im Kommunikationszentrum des Steinkohlekraftwerks Moorburg an der Süderelbe. Eingeladen und organisiert hatte dieses spannende Event Imke Wolf-Doettinchem, Leiterin der IMW-Geschäftsstelle Hanse.
Wie fast immer, so war auch diese Veranstaltung gut besucht, und mit entsprechend großem Interesse reagierten die Anwesenden auf die Hinweise von Frau Wolf-Doettinchem auf künftige Workshops, geführte Touren und kommende Termine der Reihe Mittelstandsforum Metropol. Auch Vorstand Susan Friedrich warb für rege Teilnahme an den genannten Angeboten, schließlich seien dies allesamt "Netzwerk-Kraftwerke" für noch mehr unternehmerische Energiefreisetzung.

Und damit war schon der Bogen geschlagen zum Thema des Tages, dem vom Energieversorger Vattenfall betriebenen Steinkohlekraftwerk Moorburg. Die kundige Einführung von Gudrun Bode versorgte die geradezu gebannt zuhörenden IMW-Mitglieder mit einer Fülle wissenswerter Basisinformationen über den gesamten Planungs- und Bauprozess, aber auch über Umweltauflagen und Investitionen.
Moorburg versorgt ausschließlich Hamburg mit Strom und deckt 75% des Strombedarfs des wichtigsten Handels- und Wirtschaftszentrums in Nordeuropa. Die Jahresproduktion von bis zu zehn Milliarden Kilowattstunden Strom schließt die Energielücken, die nicht aus regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wind abgedeckt werden können. Rund 3 Milliarden Euro wurden von Vattenfall seit der Übernahme 2015 in den Standort investiert, 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Moorburg tätig. Bau und Inbetriebnahme der gewaltigen Anlage war äußerst umstritten. Für Moorburg spricht die Tatsache, dass das hochmoderne Kraftwerk einen sehr hohen Wirkungsgrad aufweist sowie mit geringstmöglicher Lärm- und Staubemission arbeitet. Als weitere Umweltauflage investierte Vattenfall 30 Millionen Euro (Quelle: Focus) in Europas größte Fischtreppe in Geesthacht, die über zwei Millionen Fischen den Aufstierg in ihre Laichgewässer im Oberlauf der Elbe ermöglichte.

Die geführte Tour gewährte einen interessanten Einblick in den gesamten Wertschöpfungsprozess, zu dem unter anderem die Verwendung von Restwertstoffen zählt. Der bei der Reinigung des Rauchgases entstehende Gips beispielsweise findet Abnehmer bei Herstellern von Gipskartonplatten oder auch bei Champignonzüchtern, die Gips als Dünger verwenden. Die Asche wiederum wird von der Baustoffindustrie bei der Herstellung von Zement weiterverarbeitet.

Zum guten Schluss der vierstündigen Veranstaltung gab es noch eine Extra-Portion Hafen-Feeling: Die Gruppe konnte bei der Löschung eines unter russischer Flagge fahrenden Frachtriesen zuschauen und einen atemberaubenden Blick auf den Hamburger Hafen genießen. Hamburg live! Fast überflüssig zu betonen, wie begeistert alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von dieser ganz besonderen Tour waren. Nicht zuletzt, weil auch untereinander die Chemie stimmte, sich ausgiebig ausgetauscht und genetzwerkt wurde. Entsprechend kräftig war der Applaus für Frau Bode, die so kenntnisreich alles erklärt hatte. Mit herzlichen Worten dankte Susan Friedrich ihr und Frau Wolf-Doettinchem im Namen der IMW für diese rundum gelungene Veranstaltung.
 
Klimadebatte hautnah erlebten Mitglieder während der Besichtigung des Steinkohlekraftwerks in Moorburg.
 
Steinkohlelager: Der Kohleausstieg in Deutschland ist beschlossene Sache. Die in Moorburg benötigte Steinkohle wird aus Russland und den USA importiert.
 

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