Berlin, 09.04.2020
In der IMW-Bundesgeschäftsstelle melden sich seit Beginn der Corona-Krise jeden Tag viele tief besorgte UnternehmerInnen. Die IMW wertet diese Rückmeldungen aus und nutzt die Hinweise aus dem unternehmerischen Alltag, um sich mit gezielten Anliegen an die politischen Akteure zu wenden und Verbesserungen im Sinne der IMW-Mitgliedsunternehmen sowie der KMU insgesamt zu erwirken. Die IMW versteht sich als branchenübergreifender Netzwerkverstärker und fühlt sich deshalb auf den Plan gerufen, wenn Solo-Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen gerade in diesen schweren Zeiten einen starken Partner benötigen, um sich Gehör zu verschaffen gegenüber der Politik. Ein solcher Schulterschluss war im Falle der Berliner Wassersport und Service GmbH dringend erforderlich und deshalb selbstverständlich.
In der wasserreichen Hauptstadt-Region zählen auch sie zu den Frühlingsboten: Die Fahrgastschiffe der Berliner Reedereien. Ab März wären die hiesigen Gewässer wieder befahren worden. Einheimische, Touristen aus aller Welt, Schulklassen und Festgesellschaften sorgen in der Saison für die nötigen Umsätze, um den Winter finanziell zu überstehen. Die Corona-Pandemie macht das überlebenswichtige Saisongeschäft gerade zunichte. Frau Schreier-Buhl, eine der zwei geschäftsführenden GesellschafterInnen der Berliner Wassersport und Service GmbH (BWSG), ist nicht nur wegen der aktuellen Einnahmeverluste um ihr Unternehmen besorgt. Auch die vielen Vorbuchungen für die kommenden Monate sind in Gefahr. Wann sich der Tourismus normalisiert, ist unabsehbar. Mangels finanzieller Rücklagen ist eine Überbrückung von Haupt- plus Nebensaison undenkbar. Die gleich zu Beginn der Corona-Krise von der Bundesregierung vorgenommene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ist lobenswert, doch leider keine Rettung. Für die MitarbeiterInnen ist Kurzarbeit Null beantragt. Es gibt keine Ersatztätigkeiten, die reduzierten Gehälter reichen kaum zum Leben - eine bedrückende Situation.
Entsprechend groß waren die Hoffnungen auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen. Die BWSG und die Berliner Fahrgastreedereien sahen ihre Hoffnungen zunächst bitter enttäuscht. Kein Rettungsschirm berücksichtigte die spezielle Situation der touristischen Fahrgastschifffahrt. Die Reedereien fielen bisher durch alle Förderungs-Raster, da sie bei den Behörden mal als "Anbieter von Freizeitaktivitäten" gelten, mal unter "Sonstige Gaststätten" zusammengefasst werden. Die Folge: Verunsicherung, ja Verzweiflung. Inzwischen erfolgte eine Präzisierung des Berliner Senats. Die Ausflugsschifffahrt zählt nunmehr offiziell zu den aufgrund der Corona-Pandemie verbotenen Freizeitaktivitäten.
Ein Soforthilfeprogramm für Unternehmen mit über 10 Beschäftigten wäre eine lebensrettende Maßnahme ebenso dringend vonnöten wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.06.2021, Landesbürgschaften oder die Stundung staatlicher Gebühren wie Wasserstraßenabgaben, Mieten und Pachten. Frau Schreier-Buhl hat sich gemeinsam mit den anderen Berliner Reedereien schon mit einem Hilferuf an den Regierenden Bürgermeister gewandt. Die IMW unterstützt das Anliegen der Reedereien nachdrücklich. Die Fahrgastschifffahrt ist ein unverzichtbares Stück Berlin, ein Wahrzeichen der Hauptstadt, das vor der Havarie bewahrt werden muss!
Die am 6. April von der Bundesregierung beschlossenen Nachbesserungen bei den Vergabekriterien für KfW-Kredite und die Zusicherung einer hundertprozentigen Staatshaftung sind deshalb mehr als begrüßenswert. Zweifellos wären Zuschüsse hilfreicher als Kredite und doch eröffnen die aktuellen Beschlüsse neue Möglichkeiten. Der Berliner Senat erwägt derzeit, Soforthilfen für Unternehmen ab 10 bis 50 Mitarbeiterinnen bereitzustellen. Hoffentlich wird diese Lücke bei den Vergabekriterien zeitnah geschlossen. Eine solche Ergänzung wäre der überlebenswichtige Rettungsanker für die in schweres Wasser geratenen Berliner Reedereien.
In der wasserreichen Hauptstadt-Region zählen auch sie zu den Frühlingsboten: Die Fahrgastschiffe der Berliner Reedereien. Ab März wären die hiesigen Gewässer wieder befahren worden. Einheimische, Touristen aus aller Welt, Schulklassen und Festgesellschaften sorgen in der Saison für die nötigen Umsätze, um den Winter finanziell zu überstehen. Die Corona-Pandemie macht das überlebenswichtige Saisongeschäft gerade zunichte. Frau Schreier-Buhl, eine der zwei geschäftsführenden GesellschafterInnen der Berliner Wassersport und Service GmbH (BWSG), ist nicht nur wegen der aktuellen Einnahmeverluste um ihr Unternehmen besorgt. Auch die vielen Vorbuchungen für die kommenden Monate sind in Gefahr. Wann sich der Tourismus normalisiert, ist unabsehbar. Mangels finanzieller Rücklagen ist eine Überbrückung von Haupt- plus Nebensaison undenkbar. Die gleich zu Beginn der Corona-Krise von der Bundesregierung vorgenommene Aufstockung des Kurzarbeitergeldes ist lobenswert, doch leider keine Rettung. Für die MitarbeiterInnen ist Kurzarbeit Null beantragt. Es gibt keine Ersatztätigkeiten, die reduzierten Gehälter reichen kaum zum Leben - eine bedrückende Situation.
Entsprechend groß waren die Hoffnungen auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen. Die BWSG und die Berliner Fahrgastreedereien sahen ihre Hoffnungen zunächst bitter enttäuscht. Kein Rettungsschirm berücksichtigte die spezielle Situation der touristischen Fahrgastschifffahrt. Die Reedereien fielen bisher durch alle Förderungs-Raster, da sie bei den Behörden mal als "Anbieter von Freizeitaktivitäten" gelten, mal unter "Sonstige Gaststätten" zusammengefasst werden. Die Folge: Verunsicherung, ja Verzweiflung. Inzwischen erfolgte eine Präzisierung des Berliner Senats. Die Ausflugsschifffahrt zählt nunmehr offiziell zu den aufgrund der Corona-Pandemie verbotenen Freizeitaktivitäten.
Ein Soforthilfeprogramm für Unternehmen mit über 10 Beschäftigten wäre eine lebensrettende Maßnahme ebenso dringend vonnöten wie die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.06.2021, Landesbürgschaften oder die Stundung staatlicher Gebühren wie Wasserstraßenabgaben, Mieten und Pachten. Frau Schreier-Buhl hat sich gemeinsam mit den anderen Berliner Reedereien schon mit einem Hilferuf an den Regierenden Bürgermeister gewandt. Die IMW unterstützt das Anliegen der Reedereien nachdrücklich. Die Fahrgastschifffahrt ist ein unverzichtbares Stück Berlin, ein Wahrzeichen der Hauptstadt, das vor der Havarie bewahrt werden muss!
Die am 6. April von der Bundesregierung beschlossenen Nachbesserungen bei den Vergabekriterien für KfW-Kredite und die Zusicherung einer hundertprozentigen Staatshaftung sind deshalb mehr als begrüßenswert. Zweifellos wären Zuschüsse hilfreicher als Kredite und doch eröffnen die aktuellen Beschlüsse neue Möglichkeiten. Der Berliner Senat erwägt derzeit, Soforthilfen für Unternehmen ab 10 bis 50 Mitarbeiterinnen bereitzustellen. Hoffentlich wird diese Lücke bei den Vergabekriterien zeitnah geschlossen. Eine solche Ergänzung wäre der überlebenswichtige Rettungsanker für die in schweres Wasser geratenen Berliner Reedereien.
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Die Berliner Ausflugsschifffahrt sucht händeringend Rettungsanker. Gewöhnlich beginnen die maritimen Citytouren der Berliner Reederei BWSG an der Anlegestelle "Alte Börse" in unmittelbarer Nähe des Hackeschen Marktes. (Foto: BWSG)

Bilder der Vergangenheit (Foto: BWSG)